15-05-2012, 19:04
(15-05-2012, 11:43)Ekkard schrieb:(15-05-2012, 00:02)schmalhans schrieb: Ich habe (auch hier nicht) noch keinen Christen getroffen, der sich von fundamentalistischen Zirkeln distanziert - das Gegenteil ist der Fall.Sich auf die Fundamente des Glaubens zurück zu ziehen, ist eine Schutzfunktion gegen befremdliche Strömungen des öffentlichen Lebens - insbesondere der allenthalben zu befürchtenden Gewalt, der Perversion der Hilfsbedürftigkeit, der Schaukelpolitik in den Schulen und ähnliche Erscheinungen
ekkard, du enttäuschst mich
derat billigen rabulismus bin ich von dir nicht gewohnt
wir müssen dir doch nicht ernsthaft erklären, daß "fundamentalismus" etwas anderes ist als das sich zurückziehen auf glaubensfundamente? und daß genau dieses gewollte mißverständnis die standardausrede der fundamentalisten ist?
(15-05-2012, 11:43)Ekkard schrieb: Stimmt, wenn man allen religiösen Vorstellungen widerspricht, kommt man ziemlich schnell ans Ende der Argumentationskette. Es bleibt nur noch der Mensch "an sich". Und von dem wissen wir, wie wankelmütig und aggressiv der sein kann. "Na und?", wer die schnelleren Gewehre und die stärkeren Bomben hat, kann sich seine Vorstellungen rücksichtslos zusammen zimmern und durchsetzen. Wollen wir diese Art der "Kanonenboot"-Politik?
soll das jetzt eine verteidigungsrede für ein "naturrecht" sein?
(15-05-2012, 11:43)Ekkard schrieb: Ich behaupte: Wir wollen Solches nicht, gleichgültig welcher Weltanschauung wir uns verbunden fühlen - siehe "Weltethos".
natürlich wollen wir so etwas nicht. weshalb ja auch wir, die wir solches nicht wollen, uns intersubjektiv auf den menschenrechtskatalog einigen - ohne dazu des pathos eines "weltethos" zu bedürfen
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)

