(04-06-2012, 07:45)petronius schrieb: in meiner heimatlichen redeweise ist "mir ist alels eins" ein synonym für "mirist alles egal" - und das stimmt ja auch. wenn sowieso alles eins ist, ist doch auch alles wurscht
Das ist ein interessanter Punkt, aber 'Jein'.
Weil das gerade passt - und die Gita ein großes Werk ist... es spielt sich darin das Schauspiel ab, dass der große Krieger Arjuna sich weigert zu kämpfen, und Krishna, der göttliche Wagenlenker, sucht ihn zu überzeugen, dass er den feindlich gesinnten Clan töten muss (wie es dann auch passiert). Krishnas Haupt-Argument zu kämpfen lautet:
"Du klagst um solche, die nicht zu beklagen sind, und willst doch Worte der Wahrheit sprechen. Weise beklagen Tote und Lebende nicht."
"Wer denkt, er tötet, wer glaubt, er werde getötet, sind beide im Irrtum. Nicht tötet dieser eine, noch wird er getötet."
"Nicht wird er geboren, noch stirbt er jemals. Ins Sein gelangt, wird er nicht wieder aufhören zu sein. Er ist ungeboren, ewig, dauerhaft und uralt. Er wird nicht getötet, wenn der Körper getötet wird."
Wenn man diese Erkenntnis hat, dann ist es in der Tat prinzipiell wurscht, man könnte (wie es dieses fiktive Schauspiel auf die Spitze treiben will) auch töten - ist man sich doch bewusst, dass das Absolute nicht getötet werden kann.
Trotzdem würde sojemand nicht willkürlich handeln. Man sagt auch "Gott ist gut". Mit 'gut' ist hier nicht das Gegenteil von 'böse' gemeint, sondern was beide transzendiert. Gott kann nur 'gut' sein ("zerstört das Selbst nicht durh das Selbst").
(zu einer besseren ausführungs langts gard nicht, und vom thema ist auch genug abgewichen. gn8!)

