07-06-2012, 21:24
(07-06-2012, 16:51)gio schrieb: ... Wenn man dann sich die Schöpfung ansieht und die Bibel liest, sind das erdrückende Indizien das es Gott gibt...Nein. Der eigene Glaube bzw. der Glaube der Bibelautoren deutet die Welt auf Gott hin. Die Großartigkeit, die man beim Anblick einer grandiosen Natur erlebt, ist einfach ein (sehr erhabenes) Geschmacksurteil, das keine Rückschlüsse irgendwelcher Art gestattet. Ich bin persönlich durchaus bereit, etwas Ewiges und Erhabenes, Gott, in manches Naturschauspiel hinein zu deuten. Auf der anderen Seite blendet dieses Verhalten aus, dass es in der Natur auch viel (und noch dazu viel mehr!) Widerwärtiges gibt - auch das alles = Gott? Dann wären wir beim Pantheismus = Alles zusammen ist Gott.
(07-06-2012, 18:48)deja-vu schrieb: Es gibt m.E. keine Schöpfung! Also kann ich die auch nicht anschauen.Diese Logik unterschätzt das zuvor beschriebene Geschmacksurteil. "Schöpfung" ist ja nur der Ausdruck dafür, dass nicht wir diese Dinge (der Natur) schaffen oder geschaffen haben, sondern dass sie unabhängig vom Menschen existieren und bis auf Ausnahmen nicht frei verfügbar sind.
Schöpfung ist keine Frage des Seins, sondern des Sollens.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
Ekkard

