20-02-2005, 16:21
Hallo
Zur Aushangsfrage ("gut") und
OK, da ist Jesus erst mal nicht auf den 'Speck', mit dem 'man Mäuse fängt' hereingefallen, reagiert nicht geschmeichelt auf die Zuschreibung 'gut' zu sein (und erkennt natürlich auch die Falle :wink:). - Dennoch: "Niemand ist gut als Gott allein" scheint mir schon zentrale Aussage; Menschen ist es nicht möglich 'gut' zu sein. Nunmehr resignativ die Hände in den Schoss zu legen wäre der Fehlschluss eines Totalversagers; Bemühen ist schon gefordert.
Zunächst einmal geht es schon darum, die "Gesetze und Gebote [zu] halten". Doch diese - ich sag mal: normative - (Verhaltens_)Maxime reicht (noch?) nicht.
Dazu - und jetzt 'un'biblisch - mal betrachtet, was denn Verhalten in Konflikt- und Extremsituationen (mit_)bestimmt; solche, in denen 'der [rationele] Verstand aussetzt' (schon deshalb übrigens, weil er viel zu langsam arbeitet). Weshalb reflexartige Reaktionen an die Stelle von verstandesbestimmten treten. - Diese müssen (a) trainiert sein. Werden aber (b) wesentlich mitbestimmt von (un_bewussten?) Einstellungen, Fixierungen etc.. Diese können sehr im Widerspruch zu sonst verfolgten 'Normen' stehen. Was sich übrigens gut an Alkoholisierten 'sehen' lässt: Alkohol nämlich hebelt die rationale (Selbst_)Kontrolle aus; innere Aggressivität . so vorhanden(!) - bricht durch (oder eben nicht - wenn sie fehlt).
Und wenn ich nun vom "Reichtum" des "Jünglings" (wieso eigentlich 'jung'?; im Test steht "Oberer") als besonderes Merkmal absehe, so besteht (hier: im 'reich_sein') eine womöglich hinderliche Bindung, die 'Gesetze und Gebote' nicht nur zu 'halten', sondern auch zu leben.
Zur Aushangsfrage ("gut") und
Zitat:In den Lehren des Christentums ist von Liebe, Gerechtigkeit und einem Raum zum Leben (z.B. Eigentum, Wahrhaftigkeit, Tötungsverbot) die Rede. Damit ist umrissen, was für Christenmenschen als "gut" zu gelten hat, woran wir uns messen lassen müssen.fällt mir LK 18, 18-23 ein:
Zitat:18 Und es fragte ihn ein Oberer und sprach: Guter Meister, was muß ich tun, damit ich das ewige Leben ererbe? 19 Jesus aber sprach zu ihm: Was nennst du mich gut? Niemand ist gut als Gott allein. 20 Du kennst die Gebote: «Du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht töten; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsch Zeugnis reden; du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren!» 21 Er aber sprach: Das habe ich alles gehalten von Jugend auf. 22 Als Jesus das hörte, sprach er zu ihm: Es fehlt dir noch eines. Verkaufe alles, was du hast, und gib's den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben, und komm und folge mir nach! 23 Als er das aber hörte, wurde er traurig; denn er war sehr reich.
OK, da ist Jesus erst mal nicht auf den 'Speck', mit dem 'man Mäuse fängt' hereingefallen, reagiert nicht geschmeichelt auf die Zuschreibung 'gut' zu sein (und erkennt natürlich auch die Falle :wink:). - Dennoch: "Niemand ist gut als Gott allein" scheint mir schon zentrale Aussage; Menschen ist es nicht möglich 'gut' zu sein. Nunmehr resignativ die Hände in den Schoss zu legen wäre der Fehlschluss eines Totalversagers; Bemühen ist schon gefordert.
Zunächst einmal geht es schon darum, die "Gesetze und Gebote [zu] halten". Doch diese - ich sag mal: normative - (Verhaltens_)Maxime reicht (noch?) nicht.
Dazu - und jetzt 'un'biblisch - mal betrachtet, was denn Verhalten in Konflikt- und Extremsituationen (mit_)bestimmt; solche, in denen 'der [rationele] Verstand aussetzt' (schon deshalb übrigens, weil er viel zu langsam arbeitet). Weshalb reflexartige Reaktionen an die Stelle von verstandesbestimmten treten. - Diese müssen (a) trainiert sein. Werden aber (b) wesentlich mitbestimmt von (un_bewussten?) Einstellungen, Fixierungen etc.. Diese können sehr im Widerspruch zu sonst verfolgten 'Normen' stehen. Was sich übrigens gut an Alkoholisierten 'sehen' lässt: Alkohol nämlich hebelt die rationale (Selbst_)Kontrolle aus; innere Aggressivität . so vorhanden(!) - bricht durch (oder eben nicht - wenn sie fehlt).
Und wenn ich nun vom "Reichtum" des "Jünglings" (wieso eigentlich 'jung'?; im Test steht "Oberer") als besonderes Merkmal absehe, so besteht (hier: im 'reich_sein') eine womöglich hinderliche Bindung, die 'Gesetze und Gebote' nicht nur zu 'halten', sondern auch zu leben.
