Dieser Professor Spaemann will wohl zurück ins Mittelalter, wo man Andersdenkende mundtot machen konnte, indem man ihre Worte als Blasphemie brandmarkte! Wobei sich sowieso die Frage stellen müsste: "Was ist Blasphemie" bzw.: "wo fängt sie an"? Ist ein Film wie "Das Leben des Brian" Blasphemie? Oder wenn ich Praktiken des Voodoo-Kults kritisiere - ist das nicht genauso Blasphemie, weil es Leute auf der Welt gibt, die sie für sinnvoll halten?
Wer sollte das alles entscheiden? Spaemann, der Papst oder eine Abordnung von Bischöfen? Und was ist mit anderen Religionen? Sollte es da einen Ausschuss geben, wo Christen, Muslime, Hindus, Buddhisten und andere an einem runden Tisch sitzen und nur darüber diskutieren, ob der Ausspruch von Bundesbürger XY blasphemisch ist? Oder sollte sich der Schutz der Religion auf das Christentum beschränken und damit andere Religionen diskriminiert werden?
Wenn ich Gott oder Jesus beschimpfe, um meinen frommen Nachbarn oder den Pfarrer zu ärgern (letzterer sollte von Amts wegen darüber stehen), so könnte man das einer persönlichen Beleidigung gleichsetzen, und die kann man ja sowieso anzeigen, wenn man als humorlos gelten und sich lächerlich machen will. Alles andere fällt unter den Begriff der Meinungsfreiheit. Und in einem Land, wo es Meinungsfreiheit gibt, werden immer Positionen vertreten, die dem einzelnen nicht passen. Und das ist gut so, denn wohin es führen kann, wenn Verspotten einer Religion als Verbrechen gilt, kann man ja an den Mohammed-Karrikaturen sehen.
Und was Gott oder Götter betrifft, sollte man diesen übermächtigen Wesen doch so viel Souverenität zugestehen, dass sie damit fertigwerden, wenn sich jemand über sie lustig macht. Eine Religion, die vor Kritik geschützt werden muss, scheint keine besondere Kraft zu haben. Und dass die Beleidigung von solchen Wesen (bei denen niemand weiß, ob sie überhaupt existieren) sogar noch schlimmer bestraft werden soll als die Beleidigung von Menschen, setzt dem Ganzen noch die Krone auf.
Wer sollte das alles entscheiden? Spaemann, der Papst oder eine Abordnung von Bischöfen? Und was ist mit anderen Religionen? Sollte es da einen Ausschuss geben, wo Christen, Muslime, Hindus, Buddhisten und andere an einem runden Tisch sitzen und nur darüber diskutieren, ob der Ausspruch von Bundesbürger XY blasphemisch ist? Oder sollte sich der Schutz der Religion auf das Christentum beschränken und damit andere Religionen diskriminiert werden?
Wenn ich Gott oder Jesus beschimpfe, um meinen frommen Nachbarn oder den Pfarrer zu ärgern (letzterer sollte von Amts wegen darüber stehen), so könnte man das einer persönlichen Beleidigung gleichsetzen, und die kann man ja sowieso anzeigen, wenn man als humorlos gelten und sich lächerlich machen will. Alles andere fällt unter den Begriff der Meinungsfreiheit. Und in einem Land, wo es Meinungsfreiheit gibt, werden immer Positionen vertreten, die dem einzelnen nicht passen. Und das ist gut so, denn wohin es führen kann, wenn Verspotten einer Religion als Verbrechen gilt, kann man ja an den Mohammed-Karrikaturen sehen.
Und was Gott oder Götter betrifft, sollte man diesen übermächtigen Wesen doch so viel Souverenität zugestehen, dass sie damit fertigwerden, wenn sich jemand über sie lustig macht. Eine Religion, die vor Kritik geschützt werden muss, scheint keine besondere Kraft zu haben. Und dass die Beleidigung von solchen Wesen (bei denen niemand weiß, ob sie überhaupt existieren) sogar noch schlimmer bestraft werden soll als die Beleidigung von Menschen, setzt dem Ganzen noch die Krone auf.

