07-08-2012, 23:14
Spaemann schreibt:
Mit anderen Worten: Gottes erstes Gebot zu übertreten (ihn nicht als Gott anzuerkennen) ist eine Beleidigung der Religion. Da im (säkulären) christlichen Sinne Religion aber nicht beleidigt werden kann, muss sich eine Person beleidigt fühlen. Ein Biologielehrer lehrt (indirekt), dass es keinen Gott geben kann, also könnten sich also evangelikalische Eltern beleidigt fühlen etc. pp
Genügt dir das so? Man nennt das übrigens eine logische Schlussfolgerung...
Zitat:Gott als höchster Gesetzgeber wird durch Übertretung seiner Gebote beleidigt. Diese Beleidigung muss geahndet werden, ...
Christen verstehen sich als Menschen, denen Gott die höchste Wirklichkeit ist, bei der es um Tod und Leben geht. Christsein schließt die prinzipielle Bereitschaft ein, das Bekenntnis zu Gott und zu Jesus mit dem Tod zu bezahlen - allerdings mit dem eigenen Tod, nicht mit dem eines anderen.
... Gott braucht nicht geschützt werden. Er ist es, der schützt. Geschützt werden aber müssen Menschen, denen es um Gott geht, Menschen, die an Gott glauben. Sie sind es, die durch Religionsbeleidigung beleidigt werden, und zwar schwerer und tiefer als durch Beleidigung ihrer eigenen Person.
Mit anderen Worten: Gottes erstes Gebot zu übertreten (ihn nicht als Gott anzuerkennen) ist eine Beleidigung der Religion. Da im (säkulären) christlichen Sinne Religion aber nicht beleidigt werden kann, muss sich eine Person beleidigt fühlen. Ein Biologielehrer lehrt (indirekt), dass es keinen Gott geben kann, also könnten sich also evangelikalische Eltern beleidigt fühlen etc. pp
Genügt dir das so? Man nennt das übrigens eine logische Schlussfolgerung...
Es gibt weder gut noch böse in der Natur, es gibt keine moralische Entgegensetzung, sondern es gibt eine ethische Differenz. (Gilles Deleuze)

