10-08-2012, 06:26
Da mir als Neuling hier vielleicht noch Welpenschutz gewährt wird, darf ich trotz allem Respekt vor grundsätzlichen Fragen auf die Ausgangsfrage zurückkommen, der Verschwisterung von Macht und Kirche in diesem Fall. Ohne Grundsatzfrage, ob das immer so sein muß. Die Frage nach einer ewigen Antwort, was die grundsätzliche Rolle von Religionen betrifft, kann ich nicht beantworten. Ich sehe dort beides: offene Türen und verschlossene Türen. Realistisch gesehen, bleiben Kirchen und Religionen wichtig. Und man kann es sogar als Atheist sagen, dass es immerhin besser ist, wenn es dort die offenen Türen gibt.
Eine Welt, in der Humanität, Empathie, Menschenliebe, Respekt vor der Natur usw. herrschen, muss nicht religiös sein. Andererseits ist eine Welt ohne Religionen auch nicht automatisch besser, wenn sie keine Moral, keine Ethik, keine Grenzen der Gier und unkontrollierter Macht kennt.
In diesem Fall ist es so, das eine machtvoll gewordene Kirche in Rußland den 'Spieß' umdreht, selbst zu unterdrücken, eine traurige Vorstellung. Aber das ist ohne jede Beweiskraft, dass das immer für jede Religion, für jede Überzeugung gelten muss.
Erinnern wir uns an Stalin. Stalin wurde im Prozess nicht zufällig genannt. Er gehört zum kollektiven Gedächtnis Rußlands. Stalin war Teil der bolschewistischen Partei, die 1917 die Herrschaft des Zaren beendete. Einige Jahre nach der Revolution schwang er sich zum Diktator auf. Er ließ dann bei den berüchtigten Moskauer 'Schauprozessen' ab 1936 die meisten sozialistischen und kommunistischen Mitstreiter von 1917 zum Tode verurteilen, im Ausland sogar durch Agenten ermorden oder in Lagern Sibiriens zu Tode quälen.
Stalin und Putin sind natürlich nicht identisch, trotz der Ähnlichkeit der Namen. Putin war KGB-Agent ua. in Deutschland. In der wirren Zeit nach 1989/90 bekam er Einfluß und Macht und folgte dem haltlosen Jelzin als Präsident, mit Methoden, die man wohl nur erahnen kann. Auch alles andere, was sich in dieser Hinsicht abspielte und abspielt, sprich Bände.
'Schauprozesse' wie nun, bei 'Pussy Riot', sind glücklicherweise keine Prozesse mit Todesstrafe, was aber so ziemlich das einzige ist, was sie von Stalin unterscheidet. Denn alles andere, die Rechtlosigkeit vor Gericht, die Willkür, die Unterdrückung und Erniedrigung, sie blieb.
Ich hoffe, ich belästige Euch nicht mit Fragen, die nicht religiös sind. Die religiöse Frage ist die Frage nach den offenen Türen. Die von der orthodoxen Kirche leider deutlich geschlossen wurden. Wenn Christus unser Weg wäre, sollte die Türen der Kirchen offen sein.
Eine Welt, in der Humanität, Empathie, Menschenliebe, Respekt vor der Natur usw. herrschen, muss nicht religiös sein. Andererseits ist eine Welt ohne Religionen auch nicht automatisch besser, wenn sie keine Moral, keine Ethik, keine Grenzen der Gier und unkontrollierter Macht kennt.
In diesem Fall ist es so, das eine machtvoll gewordene Kirche in Rußland den 'Spieß' umdreht, selbst zu unterdrücken, eine traurige Vorstellung. Aber das ist ohne jede Beweiskraft, dass das immer für jede Religion, für jede Überzeugung gelten muss.
Erinnern wir uns an Stalin. Stalin wurde im Prozess nicht zufällig genannt. Er gehört zum kollektiven Gedächtnis Rußlands. Stalin war Teil der bolschewistischen Partei, die 1917 die Herrschaft des Zaren beendete. Einige Jahre nach der Revolution schwang er sich zum Diktator auf. Er ließ dann bei den berüchtigten Moskauer 'Schauprozessen' ab 1936 die meisten sozialistischen und kommunistischen Mitstreiter von 1917 zum Tode verurteilen, im Ausland sogar durch Agenten ermorden oder in Lagern Sibiriens zu Tode quälen.
Stalin und Putin sind natürlich nicht identisch, trotz der Ähnlichkeit der Namen. Putin war KGB-Agent ua. in Deutschland. In der wirren Zeit nach 1989/90 bekam er Einfluß und Macht und folgte dem haltlosen Jelzin als Präsident, mit Methoden, die man wohl nur erahnen kann. Auch alles andere, was sich in dieser Hinsicht abspielte und abspielt, sprich Bände.
'Schauprozesse' wie nun, bei 'Pussy Riot', sind glücklicherweise keine Prozesse mit Todesstrafe, was aber so ziemlich das einzige ist, was sie von Stalin unterscheidet. Denn alles andere, die Rechtlosigkeit vor Gericht, die Willkür, die Unterdrückung und Erniedrigung, sie blieb.
Ich hoffe, ich belästige Euch nicht mit Fragen, die nicht religiös sind. Die religiöse Frage ist die Frage nach den offenen Türen. Die von der orthodoxen Kirche leider deutlich geschlossen wurden. Wenn Christus unser Weg wäre, sollte die Türen der Kirchen offen sein.

