11-08-2012, 15:37
(11-08-2012, 10:33)schmalhans schrieb: Ich spreche nicht von gläubigen Menschen (glauben kann ich alles mögliche), sondern von religiösen, also denjenigen, die freiwillig und gerne in einer Religionsgemeinschaft sind, deren Ziele sehr wohl bestimmen, was "hinten rauskommt"
diese "religiösen", die sich freiwillig einem absoluten diktat unterwerfen, ohne es auch nur in frage zu stellen, gibt es außer in deiner fantasie kaum
(11-08-2012, 10:33)schmalhans schrieb: Es geht in dieser Diskussion eben nicht darum, wie sie ihren (nicht-religiös bestimmten) Alltag meistern. Der hat mit Religion nämlich meistens gar nix zu tun. Sondern was die Religionsausübung von ihnen verlangt
ach?
was bitte hat das ("was die Religionsausübung von ihnen verlangt") mit dem thema "pussy riot" zu tun?
(11-08-2012, 10:33)schmalhans schrieb: Und wenn der Bischof predigt, dies und das ist gegen Gottes Willen (zum Beispiel die Liebe zwischen zwei Männern)
...dann sagen die meisten seiner schäfchen "laß den alten mann reden, ich tu, was ich für richtig bzw. christlich halte
(11-08-2012, 10:33)schmalhans schrieb: und ich sage "Amen", kann ich leider keinen "anständigen umgang mit ihren mitmenschen attestieren"
dann sag halt nicht "Amen" - wen juckts?
mal im ernst: was, glaubst du, interessiert einen gläubigen bzw. angehörigen einer religionsgemeinschaft, was du meinst, wie er glauben sollte?
(11-08-2012, 10:33)schmalhans schrieb: Und ein Religionswissenschaftler oder -soziologe braucht wohl kaum selber einer Religion anzugehören, um zu verstehen, wie diese funktioniert
er sollte sich aber schon ein wenig damit auseinandersetzen, wie diese religion in der praxis gelebt wird
(11-08-2012, 10:33)schmalhans schrieb: Und wie man im von dir gewählten Beispiel sieht, weiss die Religionsgemeinschaft durchaus, sich durchzusetzen. Der Pater wird "degradiert" und "gehorcht"
deshalb - als schlechtes beispiel für die tatsächlich existierenden mißstände - hab ich es ja vorgebracht. aber worin besteht denn solalindes "gehorchen"?
er schmeißt dem bischof seinen talar vor die füße und macht als privatchrist weiter. das ist das exakte gegenteil jenes blinden gehorsams, den du hier ständig herbeifantasierst, weil ja realiter nicht sein kann, was deinem feindbild gemäß nicht sein darf
(11-08-2012, 10:33)schmalhans schrieb: Im Beitrag Nummer 12
"Sie praktizieren nicht die Religion der (Nächsten-)Liebe, sondern die Religion der Gewalt und Repression."
eben - genau darauf wollte ich hinaus!
da steht eben nicht "es gibt eine religion der liebe", und zwar ist das die religion xy. was bion anspricht, ist, daß eine religion (und zwar jede, anm. petronius) in ihrer praktischen umsetzung als "religion der liebe" oder "religion des hasses" auftreten kann. in der regel ist auch beides der fall - nur eben nicht bei denselben protagonisten zur selben zeit und zum selben anlaß
selbst in den sich den machthabern anbiedernden kirchen (orthodoxie in rußland, rkk im faschistischen spanien, protestantismus in nazideutschland usw.) gab es auch menschen, die eine "religion der liebe" praktizierten. so wie es auch aufrechte und anständige sed-mitglieder gab
(11-08-2012, 10:33)schmalhans schrieb: Wenn jemand sagt "Ich folge der Ideologie der Gleichheit" und ich antworte "Interessant, wie heißt die denn, ich möchte mich mit ihr vertraut machen, vielleicht nehme ich sie an"
...dann halte ich das für ausgesprochen dämlich. denn es ist doch sch...egal, wie sie heißt - nenn sie doch meinetwegen "wrdrlbrmpft" - es kommt drauf an, was sie zum inhalt hat, und wie dieser in der praxis umgesetzt wird
(11-08-2012, 10:33)schmalhans schrieb: Aber was ist das eigentliche Ziel von Kommunismus, Nationalsozialismus, Sozialsmus (das wären zum Beispiel drei Ideologien der Gleichheit)? Ein Unrechtsstaat, eine Diktatur des Verbrechens, ein Sozialstaat?
du hältst den nationalsozialismus für eine "ideologie der gleichheit"?
das kommt wohl dabei raus, wenn man nur auf namen schielt, und eben nicht auf das, was dabei rauskommt...
(11-08-2012, 10:33)schmalhans schrieb: Das ist meines Erachtens das entscheidende
das behauptete "ziel" ist selbstverständlich nicht das entscheidende
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)

