13-08-2012, 11:34
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 13-08-2012, 11:36 von schmalhans.)
(13-08-2012, 11:19)Ekkard schrieb:(13-08-2012, 11:12)schmalhans schrieb: ... daraus folgt nur, dass der Schöpfer sich seiner Schöpfungsverantwortung stellen muss. Oder sind die Tiere im Zoo jetzt für den Zoo verantwortlich? Ich meinte doch, das wäre der Zoodirektor.Was hat das Eine mit dem Anderen zu tun? Der Mensch ist kein Tier im Zoo, sondern Teilhaber am Schöpfungsprozess, in dem er gestaltend wirkt (z. B. zoologische Gärten einrichtet, Autos und Straßen baut, ...). Du musst ja weder an Gott noch an die Schöpfungsteilhabe glauben. Das schrieb ich ja bereits deutlich. Es gibt aber Menschen, die genau so glauben.
Das hast du aber in deinem ersten Beitrag nicht geschrieben. Sondern: Gott hat die Welt geschaffen, daraus folgt logisch, dass die Geschöpfe ihm danken und sich gegenseitig lieben. Das folgt aber eben nicht logisch daraus. Und zweitens hast du darin nicht gesagt, dass der Mensch Mitschöpfer sei. Weder als Prämisse noch als logische Folgerung. Das willst du jetzt mal eben nebenbei einführen. Außerdem ist es etwas anderes, ob sich die Zootiere / Geschöpfe auch umeinander kümmern (sich lieben) und ihre Gehege mitgestalten (Autobahnen bauen) ODER ob sie die Öffnungszeiten des Zoos mitbestimmen (Naturgesetze mitbestimmen) und mitentscheiden, was mit ihnen nach ihrem Tod passiert (wer Gnade empfängt). Insofern wäre der Mensch sehr wohl ein Zootier. (bildlich gesprochen)
Es gibt weder gut noch böse in der Natur, es gibt keine moralische Entgegensetzung, sondern es gibt eine ethische Differenz. (Gilles Deleuze)

