13-09-2012, 17:56
(13-09-2012, 14:17)paradox schrieb: Also ich hatte das mit den Bergen ja eingebracht, weil ich das in einem Islam-Verständnis Buch gelesen habe. ...Danke für die Hinweise. Offenbar habe ich mich geirrt über das, was hier (möglicherweise/wahrscheinlich) gemeint war.
Wie Berge Platten bremsen:
*http://people.rses.anu.edu.au/iaffaldano_g/CONTENT/sdw_2007.pdf
Nicht der Erdmantel wird gebremst, sondern die Geschwindigkeit der oben schwimmenden Kontinentalplatten. Nach dem von Paradox ganz zuletzt angegebenen Artikel verringern die Anden und Cordilleren die Westdrift der südamerikanischen Platte. Diese taucht nicht so schnell unter die westlich daneben liegende Platte, wie dies z. B. durch Schwerkraft und Mantelbewegung zu erwarten wäre.
Aber halten wir mal fest: Ob nun das Land in "nur" 7 Mio Jahren oder in 10 Mio Jahren ausgetauscht sein wird, warum sollte dies in einem Glaubensbuch eine nennenswerte Rolle spielen? Für das Leben der Menschen spielen derart langsame Vorgänge keine Rolle.
Allerdings behindern Gebirge weder die Mantelbewegung noch haben sie eine mindernde Wirkung, was Erdbeben anbetrifft. Gebirge entstehen durch Faltung, also genau so, wie Gundi dies beschrieben hat: Wie, wenn man Papier zusammen schiebt. Der Erdmantel wirkt wie die schiebenden Hände - da wirft das Papier halt Falten.
Vulkanismus ist eine andere Baustelle. Da drückt sich flüssiges Gestein unter hohem Druck durch die Erdkruste und bildet Blasen (so genannte Magmakammern). Manche brechen durch und werfen einen Berg auf, der vorher nicht da war. Andere explodieren z. B. der Laacher See in der Eifel, und werfen ihr Material weit in der Gegend herum, ohne einen Bergkegel zu bilden.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
Ekkard

