23-09-2012, 20:31
(23-09-2012, 12:42)schmalhans schrieb: Wie aber kann ich etwas lernen, wenn ich gar nicht weiß, was ich da angreife, bewusst oder unbewusst? Ich vermute hinter der Weigerung {einer Definition...} die Nichtexistenz des Phänomens "Religiöse Gefühle".Wer total farbenblind ist nimmt nur hell-dunkel wahr, hat also ein Schwarz-Weiß-Bild.
Er kann aber wissen, dass es verschiedene Farben gibt, nur sieht er sie nicht farbig, sondern je nach ihrer Leuchtdichte als Graustufen.
Es gibt auch Menschen die Gefühlsblind sind, man nennt das Alexithymie, jeder Zehnte zeigt Merkmale davon, das Bild ist stufenlos von "gar kein Gefühl" bis "fast normal", nur ist im Gegensatz zur Farbenblindheit kein physikalischer Nachweis des Gefühlslebens eines "Normalen" möglich, sodass eine "Erklärung" von Gefühlen nicht möglich ist.
Lernen kann der Betroffene sie auch nicht, nur kann er damit zurechtkommen, dass es Menschen gibt die solche Gefühle haben und er nicht, was ihm selbst in den meisten Fällen auch nichts oder nicht viel bedeutet, es sei denn, er hat seine Alexithymie durch eine Krankheit bekommen und spürt den Verlust, dann ist es schwer.
Wie ich in meinem vorigen Beitrag sagte, Gefühle lassen sich einordnen, auch wenn sie sich nicht beschreiben lassen, so kann man doch unterscheiden zwischen Liebe zu einem Partner, zu Kindern, Tieren, Sachen, Theorien, Lehren, Verstorbenen, Sportvereinen, Religionen usw., und hier findet der Begriff "religiöse Gefühle" seinen Platz und seine Berechtigung, er hat dabei den gleichen Wert wie alle Gefühle des Menschen, und es gibt keinen erkennbaren vernünftigen Grund, dies zu bestreiten.
Dabei die Liebe aber als Leidenschaft gilt, glaubt man Descartes, und nicht zu den Grundgefühlen direkt gehört, und wie schon in ihrer Bezeichnung zu finden, so manches "Leiden schafft". "Religiöse Gefühle" an sich kann man nicht lernen, doch kann man sie erfahren und seine Erfahrungen erweitern, ähnlich einem Lernprozess, auch echtes Lernen der Religion kann einem dabei weiterhelfen.
Und sowenig man Jemandem die Liebe zur Natur als Unsinn erklären kann, sowenig kann man "religiösen Gefühle" Nichtexistenz zuschreiben, sie existieren, und das mit vollem Recht jedes Menschen der sie hat.
(23-09-2012, 19:11)petronius schrieb: wenn aber trotz zigfach sachlich vorgetragenen gegenargumenten sturheil und ohne sachliche begründung derselbe unsinn immer und immer wieder vorgetragen wird, treten halt auch die gefühle des vorher noch sachlich argumentierenden irgendwann als verletzt und deshalb nun selber verletzend zu tageEs gibt sachlich gehaltene Vorträge die falsch sind, mögen sie noch so sachlich gehalten sein, aber dabei von Unwissenden stammen, die zwar von einer Sache reden, von ihrer. Dann kann das, was Du als Unsinn bezeichnest, durchaus Sinn haben den man nur nicht sehen kann weil alle Vorträge darüber von Unwissenden gehalten werden denen die noch weniger Wissenden glauben.
Dagegen muss der Wissende seine Sache nicht sachlich begründen, außer vielleicht in dem Fall er wolle sie verkaufen und der pot. Käufer erwartet solche Begründung.
Ist die Sache kostenlos und wird verschenkt, erübrigt sich eine sachliche Begründung gegenüber denen, die sie nicht haben wollen.
Während denen, die das Geschenk gerne nehmen, das Wissen der anderen Beschenkten um ihrem Gebrauch auch kostenlos zur Verfügung steht.
