20-01-2013, 23:21
(20-01-2013, 17:33)Keksdose schrieb:(20-01-2013, 16:58)paradox schrieb: Natürlich können wir nicht abschätzen, wieviel Gutes jemand getan hat und wieviel Böses, und ob seine guten die der schlechten übersteigen oder nicht.Das Problem, das ich meinte, war folgendes: Einen Menschen in die Hölle zu werfen, der meinetwegen zu 75% Böse ist, ignoriert seine restlichen 25%. Auch wenn wir ganz genau feststellen könnten, wie böse und wie gut ein Mensch ist, wir müssten immer noch eine Grenze festlegen. Für die Hölle müsste man eine Grenze festlegen, ab der man das Gute im Menschen ignoriert, ab der es nichts mehr zählt. Für den Himmel müsste man auch so eine Grenze festlegen, und zwar eine Grenze, aber der das Böse ignoriert wird. Und das müsste selbst ein allwissender Gott tun, der uns alle in zwei Kategorien teilt.
Kurz: Die Kategorisierung Himmel vs. Hölle (Gut vs. Böse) entspricht schlicht nicht der Realität des Menschen und wird ihm deshalb nicht gerecht, denke ich.
Ist es denn nicht so, dass wir bspw jetzt schon ein System voller Bedingungen haben, bevor ein Mensch eine Strafe erhält? Viele Dinge werden berücksichigt und die Strafe entsprechend verhängt. Auch Umstände, die für den Täter sprechen, wie zB tätige Reue, Geständnis können berücksichtigt werden.
Also ich habe kein Problem damit. Warum soll Gott das nicht schaffen können?
Sein Urteil wird auf jeden Fall gerechter als jedes Urteil auf Erden sein, heißt es.
(20-01-2013, 17:33)Keksdose schrieb:(20-01-2013, 16:58)paradox schrieb: Das führt dann allerdings - nach meinem Dafürhalten - irgendwann zu dem Schluss, dass wenn es keine Hölle gibt, wozu dann ein Paradies noch existieren muss und somit folglich auch ein Paradies letztendlich sinnlos erscheint.
Du fändest ein Paradies nur sinnvoll, wenn du wüsstest, dass es irgendwo einen Ort gibt, an dem Menschen leiden? Das kann ich nur schwer nachvollziehen. Was spricht denn (grundsätzlich) gegen ein Utopia?
Naja, nach meinen menschlichen Vorstellungen schon, ja. Weil es eine Balance geben muss, auch wie + und -
(20-01-2013, 17:33)Keksdose schrieb:(20-01-2013, 16:58)paradox schrieb: Ob ein Paradies ein Ort ist, wo letztlich nur Gutes ist, kann man auch debattieren, denn ich meine, wo kein Böse da auch kein Gutes
Mit dieser Prämisse wird eine Vorstellung vom Paradies doch erst recht sinnlos. Dann könnte ja "dort oben" der ganze Mist von vorne anfangen. Für mich ist ein Paradies nur konsequent zuende gedacht, wenn es dort kein Böses mehr gibt. Diese zwingende Gegenüberstellung, die du ansprichst, darf dort nicht mehr präsent sein, sonst ist das Paradies eigentlich nur eine zweite Erde - vielleicht mit hübscheren Blumenbeeten.
Ich meinte nicht, dass das Böse im Paradies sein muss, sondern in einem anderen Ort - eben Hölle.
(20-01-2013, 17:33)Keksdose schrieb:(20-01-2013, 16:58)paradox schrieb: Wie kommst du aber zu dem Schluss, dass wir keine Seelen hätten?
Das würde hier leider den Rahmen sprengen. Als kürzeste Antwort, die ich habe, eine rhetorische Frage: Warum sollten wir eine haben? (Ich sehe keinen Grund dazu. Für mich sind wir alles nur höherentwickelte Primaten)
Oh, ich denke, sogar Tiere haben eine Seele und damit widerspreche ich wohl den gängigen religiösen Lehren.
Wenn man einen Menschen klonen würde, wäre er dann vollkommen identisch, also auch charakterlich oder wäre er anders und wenn ja, bedeutete das dann, dass er eine Seele hätte?
Weiters werden bestimmte Krankheiten in geistige und seelische Krankheiten eingeteilt, wie zB Neurosen, Depressionen.
Ein Arzt soll Menschen vor und nach dem Tod abgewogen haben (auch Hunde) und festgestellt, dass diese im Schnitt 21 gramm leichter wären, Hunde aber gleiches Gewicht beibehalten hätten.
Dann gibt es noch die zig Nah-Tod-Erfahrungen von denen Menschen berichten, die angeblich gestorben wären - eine Person kenne ich auch aus meinem Bekanntenkreis, der mir davon berichtet hat.
with great power comes great responsibility
Entscheidungen machen uns zu denen, die wir sind. Und wir haben immer die Wahl, das Richtige zu tun.
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