07-05-2013, 14:38
(07-05-2013, 07:35)Richard Bastian schrieb: Ich sehe meinen Glauben als Wahrheit, dazu gehört auch dass Gott nicht zu beweisen ist. Dabei gebe ich mir Mühe die neuesten wiss. Erkenntnisse zu kapieren, muss aber eingestehen, dass ich mit der Quantenphysik einige Probleme habe, zum Glück gibt es auch Wissenschaftler die das zugeben...
Diese Probleme habe ich aber nicht wegen meines Glaubens, es ist der Verstand...
Bisher hat jedes Wissen meinen Glauben bestätigen können weil es einfach passt, ich rede, denke und saufe mir auch nichts schön, habe aufgehört zu zweifeln und nach Fehlern zu suchen weil mich das nicht weiterbringt.
Nun, Richard, imho ist es zweierlei ob man seinen Glauben als Wahrheit sieht, oder dafür auch Hinweise hat.
Natürlich kann jeder alles beliebige glauben, keine Frage. Nur ist etwas wahr, nur weil es jemand glaubt?
Du erwähntest die Quantenmechanik und dass der Fortschritt deines Wissens deinen Glauben bestätigt.
So sehr ich es auch versuche, kann ich mir dies nicht vorstellen. Auch wundert es mich gerade, wenn Menschen die dem wissenschaftlichen Weg der Beweisführung kennen und sonst auch einfordern (im Alltag tun wir dies ganz selbstverständlich) plötzlich eine Ausname im Bezug auf Gott machen.
(07-05-2013, 07:35)Richard Bastian schrieb: Atheismus, ist geschmacklos, fade, lau, außer dem eigenen Unglaube, den man sich schönreden und vielleicht auch schönsaufen kann, ist rein gar nichts da um auf einen Geschmack zu kommen, irgendwann macht auch das Hetzen und Schimpfen über Gott und Gläubige keinen Spass mehr, und was ist dann?
Agnostizismus ist imho die einzig endgültige Antwort auf die ein Mensch bei der Frage nach Gott durch seinen Verstand kommen kann.
Man mag das fad finden, ist aber für den Tatsachenbestand unerheblich und zeigt viel mehr, dass eben doch oftmals der Geschmack vordergründiger ist als die Ratio.
(07-05-2013, 07:35)Richard Bastian schrieb: Außerdem könnte ja doch... Und dann hat man auch noch gelitten, und dabei dachte man es sei vernünftig an nichts zu glauben, hätte man sich einmal umgeschaut und gesehen was die Vernunft alles so angerichtet hat im Laufe der Zeit, niemals hätte man auf sie gebaut, Vernunft ist doch das Letzte.
Ja, ja, sagt der Richard während er zu Hause am Rechner die Vorzüge der vernünftigen Ingenieurskunst geniest...
Vernunft ist fester Betstandteil des Mensch-seins, unserer gesamten gesellschaftlichen Entwicklung.
(07-05-2013, 07:35)Richard Bastian schrieb: Atheismus passt gut mit Vernunft zusammen, man weiß dass man nichts weiß und tut auch nichts um das zu ändern, tut man doch etwas weiß man nachher auch nicht mehr, im Verhältnis gesehen zu allem was es zu wissen gibt, man verlagert bestenfalls seinen Horizont etwas weiter Richtung geradeaus, erreichen kann man ihn so oder so nicht,
Nun, wer lernt weiß natürlich mehr als er vorher wusste. Wissen ist ja kein festes Volumen, sondern kann natürlich ausgebaut werden.
Die Tatsache, dass man niemals alles wissen kann sollte kein Grund sein nicht mehr Wissen zu wollen. Je mehr man weiß, umso besser versteht man die Welt.
Sicherlich kann man auch einfach sagen "Gott wars" und sich nicht um neues Wissen scheren.
(07-05-2013, 07:35)Richard Bastian schrieb: es ist viel zu viel geschehen, zu vieles eingetroffen, und es passt, sogar für die Vernunft ist Platz genug, (brauche da nicht viel...), so kann ich getrost sagen dass es einen Gott gibt, ich weiß das, für mich reicht das, alles andere ist weit weit weg...
Mir persönlich fällt es schwer zu verstehen wenn Menschen sich mit Aussagen wie "für mich reicht das" oder "für mich passt das so" einer wirklichen Hinterfragung ihrer Ansichten entziehen.
Gerade wenn ich Stellung in einem solch bedeutenden Thema wie Gott beziehe, muss ich doch meine eigene Position immer wieder gegen andere vergleichen und ggf. umändern.
Sicherlich kannst du dir immer wieder erzählen dass du "weißt", dass es Gott gibt. Imho kein großer Unterschied zu dem Kind, dass nicht wahrhaben möchte dass der Onkel all die Jahre unter dem Weihnachtsmannkostüm steckte.
Und sehr wohl ist eine solche deine Begründung eine geschmackliche.
Für dich passt das so, stimmt das so. Vernunft gefällt dir nicht so sehr, aber ein bisschen... Möglich, dass die Religion selbst keine Frage des Geschmacks für dich ist. Die Entscheidung für deinen Glauben aber sehr wohl.
