23-05-2013, 16:10
(23-05-2013, 14:58)Bion schrieb:(23-05-2013, 11:39)Benni9409 schrieb: Als Beispiel nehme ich hier jetzt einfach mal die Position der Kirche bezogen auf Empfängnisverhütung. Diese Position wurde ja in der Vergangenheit mehrfach(ua. Humanae Vitae) herausgestellt. Mir geht es jetzt darum, wie ein Papst, der diese Sache anders sieht, vorgehen kann. Ich kann jetzt Dinge sagen wie: Langsam und Vorsichtig oder in einen Dialog mit anderen Bischöfen treten.
So ist es: Er müsste an solche Dinge außerordentlich vorsichtig herangehen.
(23-05-2013, 11:39)Benni9409 schrieb: Rein kirchenrechtlich scheint die Sache ja eigentlich einfach zu sein: Der Papst könnte ein Dekret verfassen, und es könnte erst einmal keiner etwas dagegen sagen.
So einfach ist es auch für den Papst nicht!
Ein Papst kann beispielsweise nicht per Dekret inhaltlich gegen dogmatische Dokumente, also gegen "von Gott geoffenbarte Wahrheiten", entscheiden!
1. Vatikan. Konzil, Dogmat. Konst. "Dei Filius" über den katholischen Glauben, 3. Kap., Der Glaube:
"Mit göttlichem und katholischem Glauben ist ferner all das zu glauben, was im geschriebenen oder überlieferten Wort Gottes enthalten ist und von der Kirche - sei es in feierlicher Entscheidung oder kraft ihres gewöhnlichen und allgemeinen Lehramtes - als von Gott geoffenbart zu glauben vorgelegt wird."
Okay, das leuchtet ein. Aber wie könnte ein Papst denn jetzt etwas ändern? Er darf ja scheinbar dogmatische Festlegungen seiner Vorgänger nicht einfach eigenmächtig aus der Welt schaffen. Genauer gefragt: Wie muss der Papst agieren, um eine Dogmatische Festlegung zu ändern?
