26-06-2013, 23:55
Ich hoffe, wir schreiben über dasselbe Thema. Ansonsten siehe unser Lexikon: "Mythologie"
-Paradies:
Bilder von Zufriedenheit, Glück, idealisierte Daseinsverhältnisse, Dasein in Geborgenheit,
-- gebraucht zur Verdeutlichung der Gottesnähe.
-Höllen Feuer:
Sinnbild für die "dunkle Seite" (jedes) Menschen wie Wut, Jähzorn, Intrige, List, Trägheit, Furcht, Machtmissbrauch
-- gebraucht als Darstellung der Gottesferne, des Verstoßenseins, in der Summe ein Erziehungsmittel
-Engel und Teufel:
diverse Sinnbilder für besonders geschätzte und begehrte oder besonders gefürchtete Menschen bzw. deren Eigenschaften.
Mythologische Bilder verdeutlichen unsere Freuden und Ängste und projizieren sie auf die Ebene jenseits des Alltags in die "Anderswelt" (Ebene der Götter und Dämonen oder eben Gottes).
Die Bilder deuten unsere menschliche Situation, unter anderem den Zeitenlauf (Tag/Nacht, 7 Tage pro Woche), das Feste unter unseren Füßen, das Firmament, den Umgang mit Vieh - und schließlich die Ordnung unter einer gemeinsamen Gottesvorstellung. Der Schöpfungsmythos bindet unser Dasein in das Dasein der Welt und der (belebten) Natur ein, natürlich alles sehr zentriert auf den Menschen!
Das heißt: Der Mythos begründet nichts und kann auch nicht zur Begründung von eigenen Aussagen heran gezogen werden. Sondern er gibt eine Deutung hinsichtlich der Stellung des Menschen (die von Gott so gewollt dargestellt wird).
Und umgekehrt: Wenn ich versuche, mit der Schöpfungsgeschichte etwas zu begründen, sagen wir die Ethik in der Viehhaltung, dann werde ich bei anders Gläubigen auf Granit beißen. Mythen sind ambivalente Deutungsgeschichten und damit abhängig z. B. von meiner Ansicht oder von gesellschaftlichen Umständen.
(26-06-2013, 22:23)Koon schrieb: Meine Frage lautet... kann mann MYTHOLOGIE deuten... ? ohne sie in die ecke der Märchen und Unglaube zu schieben...?Zunächst enthalten Märchen auch Mythologien. Und ja, mit einiger Erfahrung kann man auch die mythischen Bilder deuten. Allerdings sind diese "Bilder" (Schilderungen, Sprachsymbole) "ambivalent" (vieldeutig) genau wie Jungs Archetypen.
-Paradies:
Bilder von Zufriedenheit, Glück, idealisierte Daseinsverhältnisse, Dasein in Geborgenheit,
-- gebraucht zur Verdeutlichung der Gottesnähe.
-Höllen Feuer:
Sinnbild für die "dunkle Seite" (jedes) Menschen wie Wut, Jähzorn, Intrige, List, Trägheit, Furcht, Machtmissbrauch
-- gebraucht als Darstellung der Gottesferne, des Verstoßenseins, in der Summe ein Erziehungsmittel
-Engel und Teufel:
diverse Sinnbilder für besonders geschätzte und begehrte oder besonders gefürchtete Menschen bzw. deren Eigenschaften.
Mythologische Bilder verdeutlichen unsere Freuden und Ängste und projizieren sie auf die Ebene jenseits des Alltags in die "Anderswelt" (Ebene der Götter und Dämonen oder eben Gottes).
(26-06-2013, 22:23)Koon schrieb: Wo beginnt eigentlich die ablehnende Psychologie der Menschen... vielleicht die Aladins Wunderlampe, Hänsel und Gretel, oder der Weinachtsmann dass mann irgendwann ab den 12 Lebensjahr gemerkt hat dass diese nur Märchen sind somit nicht echt... welches eine Grundlage bildet insagesamt für alle Mythologischen Aussagen, dass diese Unwahr sind bzw Märchen...Ich denke, mythische Geschichten werden dann abgelehnt, wenn sie als Begründung eigener Thesen heran gezogen werden. Die biblische Schöpfungsgeschichte ist so ein Mythos. Es wird ausführlich erzählt, dass Gott die Welt in 6 Tagen geschaffen hat und am 7. Tag ausruhte von allen seinen Werken. Wenn man sich die Geschichte genauer ansieht, dann scheint wohl jemand vor seiner Erschaffung dabei gewesen zu sein. Ferner ist die Schöpfungsreihenfolge im Sinne der Entstehungsgeschichte des Sonnensystems "falsch". Was aber sagt die Mythologie?
Die Bilder deuten unsere menschliche Situation, unter anderem den Zeitenlauf (Tag/Nacht, 7 Tage pro Woche), das Feste unter unseren Füßen, das Firmament, den Umgang mit Vieh - und schließlich die Ordnung unter einer gemeinsamen Gottesvorstellung. Der Schöpfungsmythos bindet unser Dasein in das Dasein der Welt und der (belebten) Natur ein, natürlich alles sehr zentriert auf den Menschen!
Das heißt: Der Mythos begründet nichts und kann auch nicht zur Begründung von eigenen Aussagen heran gezogen werden. Sondern er gibt eine Deutung hinsichtlich der Stellung des Menschen (die von Gott so gewollt dargestellt wird).
Und umgekehrt: Wenn ich versuche, mit der Schöpfungsgeschichte etwas zu begründen, sagen wir die Ethik in der Viehhaltung, dann werde ich bei anders Gläubigen auf Granit beißen. Mythen sind ambivalente Deutungsgeschichten und damit abhängig z. B. von meiner Ansicht oder von gesellschaftlichen Umständen.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
Ekkard

