05-12-2013, 21:10
(04-12-2013, 22:52)Ekkard schrieb:(04-12-2013, 22:32)petronius schrieb: aber das folgt nicht logisch aus einer existenzprämisse "gottes", sondern bestenfalls aus dem bedürfnis des menschen nach solcher gemeinschaftlichkeit. gotteskonstruktionen sind lediglich die folieDu vergisst, dass die Vorstellung von Gott (der Gottesmythos) eine sehr tief verwurzelte Vorstellung ist. Du wirst kaum einen Menschen finden, dem bei 2x2=4 Zweifel kommen, ob das die einzige Möglichkeit zu rechnen ist. Dennoch ist es keineswegs die einzige Möglichkeit. So auch beim Gottesmythos
und du vergißt, daß axiomatische setzungen wie "2x2=4" etwas anderes sind als eine logische folge aus der existenzprämisse "gott"
bist du anderer meinung, dann erklär doch bitte du anstelle mustafas mir, welche logischen folgerungen aus dieser existenzprämisse denn möglich oder gar zwingend sein sollen - und warum, welcher logik folgend
(04-12-2013, 22:52)Ekkard schrieb: Nun sind die christlichen und anderen Vorstellungen von Menschenwürde und Gerechtigkeit so eng verwoben, dass man nicht mehr unterscheiden kann, was typischerweise den christlichen Mythen entspricht und was anderen, mehr säkularen, Wertvorstellungen. Mir war auch nicht bewusst, dass wir ein "alleinstellungsmerkmal" suchen.
klar ist das eng verwoben, auch die französiche revolution mit ihrer säkularen erstformulierung der menschenrechte spielt ja vor der folie einer christlich geprägten kulturgeschichte - allerdings eben nicht nur
in sachen "alleinstellungsmerkmal" gehts mir immer noch um die frage, inwieweit denn religiöse sinnfindung alternativlos sein soll, wie mustafa nahelegt:
(03-12-2013, 15:16)Mustafa schrieb: Religionen machen ein Angebot zu diesem Thema, und viele Menschen können damit was anfangen.
Ich sehe dazu keine Alternativen, die nicht im Kern genauso wie Religionen funktionieren würden, was aufgrund der Nicht-Beweisbarkeit solcher Fragen ja auch nicht anders geht.
und ich anzweifle:
(03-12-2013, 18:56)Glaurung40 schrieb: Aber mal abgesehen davon, welche hilfreiche Antworten haben Kirche & Co. denn zu bieten, die man nicht auf andere Weise (z.B. mit Vernunft) besser beantwortet ?
genau das ist die frage
in ethikfragen sehe ich da keinen vorteil der "Antworten von Kirche & Co."
daß religion auch - aber auch nur eine von vielen - möglichkeiten der sinnfindung ist, die grundsätzlich alle gleichwertig sind und daher eine ebenso grundsätzliche anerkennung eines diesbezüglichen pluralismus bedingen (die religionen so nicht leisten), ist ja mein oft wiederholtes mantra
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)

