15-01-2014, 01:57
(15-01-2014, 01:02)Ekkard schrieb: Dass es die Kategorien "gut" und "böse" nicht gäbe, heißt zu leugnen, dass gesellschaftliche Anforderungen und Erwartungen wichtig sein können, um zu überleben. Es ist einfach Eulen nach Athen tragen, zu behaupten, diese Kategorien lägen im Auge des Betrachters (wo denn sonst?). Der Betrachter ist schlicht der Mensch, und "gut" und "böse" sind menschliche Kategorien.
Gäbe es gut und böse überhaupt ohne Religion.
Ich glaube kaum.
Sünde ist schliesslich eine ausschliesslich religiöse Erfindung.
Gut und böse sind dem Menschen aufgeprägte Vorstellungen
die er erlernen musste, abhängig vom jeweiligen Kulturraum.
Andere Worte für gesellschaftlich/persönlich nützlich oder nicht.
Eine Umschreibung für milde und rauhe Sitten (in unseren Augen)
Wird ja auch oft von Missionaren beklagt, das "Wilde" kein Bewusstsein dafür hätten.
Mangelndes Verständnis, ein Mensch muss einfach irgendwie böse sein, sonst haut die Religion nicht hin.
War Frauen beim Nachbarstamm rauben jetzt böse oder gut im genetischen Sinn.
Waren regelmäßige Überfälle beider Seiten als Männlichkeitsriten
böse, meist nicht mal tödlich eher Kraftproben.
War Gegner aufessen böse.
Da haben sich mehr oder weniger praktische Traditionen entwickelt, die nicht als gut oder böse eingestuft wurden.
Manches sicher notwendig, steigt die Bevölkerung braucht man
Ackerland, schwierig z.B. auf Inseln.
Konstante Bevölkerung hätte sicher viele Probleme vermieden, bekommen
die Welt heute ja auch nicht hin.
Was jetzt folgt sind schon die Wasserauseinandersetzungen,
Landflächenausverkauf, gewaltiger Raubbau.
Wer mehr Kinder bekommt als zur Erhaltung notwendig ist, böse ?
Schlechte Welt, die Kirche propagiert das aber und unterstützt das.
Kirche böse ?
