25-02-2014, 23:52
(25-02-2014, 23:30)Lelinda schrieb: Gott scheint eher auf der Seite der Täter zu sein, denn die brauchen nur ein bisschen Reue zu bekunden, um "gerettet" zu werden,...
"...nur ein bisschen Reue" ist leichter gesagt als getan. Ich denke mal es wird kaum ein hingeheucheltes Reuebekenntnis gemeint sein, sondern die bewusste Auseinandersetzung mit der eigenen Tat und der eigenen Erkenntnis dass diese falsch war.
Macht imho schon einen Unterschied.
(25-02-2014, 23:30)Lelinda schrieb: während die Opfer zusätzlich zum irdischen Leid auch noch von Gott bestraft werden, wenn es ihnen nicht gelingt, den Tätern zu verzeihen.
Ist das denn so? Ist Verzeihung eine Grundbedingung für das Paradies?
(25-02-2014, 23:30)Lelinda schrieb: Der Schwächere hat also, wie im normalen Leben, auch in der Religion die schlechteren Karten.
Och, naja. In der Bibel finden sich schon einige Stellen, die dem Schwachen Hoffnung auf das Paradies machen, auch trotz seiner Schwäche.
(25-02-2014, 23:30)Lelinda schrieb: Und mir fehlt außerdem ein Gebot, dem Opfer einer Gewalttat beizustehen. Das scheint es nicht zu geben. Das Opfer soll laut Bergpredigt stillhalten; für unbeteiligte Zuschauer gibt es keine Verhaltensregeln. Nicht einmal im Gleichnis vom barmherzigen Samariter, denn als der das Überfallopfer fand, waren die Räuber ja schon weg.
Wer an einen richtenden Gott im Jenseits glaubt, benötigt vieleicht keine Gerechtigkeit im Diesseist?
