Schöpfungsgeschichte und Urknall-Hypothese haben im Grunde nichts gemeinsam - schon historisch nicht!
Was will denn der Erzähler der Schöpfungsgeschichte mitteilen?
Sehen wir uns den Fundus seines Wissens an, mit dem er uns seine Mitteilungen macht: Er sieht die Welt geordnet nach oben/unten, Wasser/Land, Zeit und Rhythmus, Pflanzen/Tiere/Menschen. Alle diese Dinge und ihre Ordnung haben Bedeutung für das Dasein der Menschen. Und um diese Bedeutung geht es. Hinzu kommt, dass eine "Werdensgeschichte" erzählt wird, wo wir heute ein Bekenntnis setzen würden. In diesem Falle ist der Garant der Ordnung der Schöpfer selbst: Gott. Der oder die Verfasser der Schöpfungsgeschichte beschreiben nicht wirklich das Beginnen und den historischen Ablauf in den ersten Tagen der Welt, sondern ihren Zustand zur Zeit jener Verfasser. Wie gesagt, sie bekennen sich zu einer schicksalhaft aber erkennbar geordneten Welt und unterstellen dieser eine Schöpferkraft, die der Mensch auch in sich selbst verspürt: Saat und Ernte, etwas anfangen und durchführen, kurz, sich kreativ zu entfalten.
Die Urknall-Hypothese hat hingegen eine völlig andere Stoßrichtung. Die "Sichtweise" des Menschen und die Bedeutung, die er den Dingen beimisst, ist für eine wissenschaftliche Hypothese oder Theorie zunächst ohne Belang. Nutzwert, Nutzung und Bedeutung bleiben der späteren, gesellschaftlichen Stellungnahme vorbehalten.
Die Hypothese oder Theorien bringen allein Beobachtungsdaten in einen Zusammenhang. Dies ist bei der Urknall-Hypothese der Zusammenhang zwischen der beobachteten Raumdehnung, der nächtlichen Dunkelheit, der Mikrowellen-Hintergrundstrahlung, der auf großen Skalen homogenen und isotropen Massendichte, der Gravitation, der sichtbaren und unsichtbaren Materie und der Strahlung mit der Raumzeit.
Ich gebe einmal ein ganz anderes Beispiel für diesen Unterschied zwischen Sachinformation (Hypothese, Theorie) und Bedeutung:
Sachinformation: An einem Seil hängt ein Eimer, gefüllt mit Wasser. Mit einer am unteren Rand befestigten Schnur kann der Eimer gekippt werden.
Bedeutung/Deutung: Ich meine (denke, glaube), mein Nachbar plant einen Streich.
Was will denn der Erzähler der Schöpfungsgeschichte mitteilen?
Sehen wir uns den Fundus seines Wissens an, mit dem er uns seine Mitteilungen macht: Er sieht die Welt geordnet nach oben/unten, Wasser/Land, Zeit und Rhythmus, Pflanzen/Tiere/Menschen. Alle diese Dinge und ihre Ordnung haben Bedeutung für das Dasein der Menschen. Und um diese Bedeutung geht es. Hinzu kommt, dass eine "Werdensgeschichte" erzählt wird, wo wir heute ein Bekenntnis setzen würden. In diesem Falle ist der Garant der Ordnung der Schöpfer selbst: Gott. Der oder die Verfasser der Schöpfungsgeschichte beschreiben nicht wirklich das Beginnen und den historischen Ablauf in den ersten Tagen der Welt, sondern ihren Zustand zur Zeit jener Verfasser. Wie gesagt, sie bekennen sich zu einer schicksalhaft aber erkennbar geordneten Welt und unterstellen dieser eine Schöpferkraft, die der Mensch auch in sich selbst verspürt: Saat und Ernte, etwas anfangen und durchführen, kurz, sich kreativ zu entfalten.
Die Urknall-Hypothese hat hingegen eine völlig andere Stoßrichtung. Die "Sichtweise" des Menschen und die Bedeutung, die er den Dingen beimisst, ist für eine wissenschaftliche Hypothese oder Theorie zunächst ohne Belang. Nutzwert, Nutzung und Bedeutung bleiben der späteren, gesellschaftlichen Stellungnahme vorbehalten.
Die Hypothese oder Theorien bringen allein Beobachtungsdaten in einen Zusammenhang. Dies ist bei der Urknall-Hypothese der Zusammenhang zwischen der beobachteten Raumdehnung, der nächtlichen Dunkelheit, der Mikrowellen-Hintergrundstrahlung, der auf großen Skalen homogenen und isotropen Massendichte, der Gravitation, der sichtbaren und unsichtbaren Materie und der Strahlung mit der Raumzeit.
Ich gebe einmal ein ganz anderes Beispiel für diesen Unterschied zwischen Sachinformation (Hypothese, Theorie) und Bedeutung:
Sachinformation: An einem Seil hängt ein Eimer, gefüllt mit Wasser. Mit einer am unteren Rand befestigten Schnur kann der Eimer gekippt werden.
Bedeutung/Deutung: Ich meine (denke, glaube), mein Nachbar plant einen Streich.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
Ekkard

