26-03-2014, 20:27
(25-03-2014, 19:10)bridge schrieb: Das ist aber auch der Jammer,
...man nehme die Hypothese;Gott gibts nicht,
damit dann auch keine Wunder,keine Prophetie und Überhaupt alles was meiner vermeintlichen Vernunft wiederspricht
und schon bleibt sogut wie nichtsmehr übrig,
vielleicht eine Art Humanismus im religiösem Männtelchen,für die die doch nicht so ganz ohne Religion wollen....tragisch...
lese ich das richtig als vorwurf der zirkelschlüssen argumentation an atheisten?
wie auch immer - selbst wenn so nicht intendiert, hat bridge hier, wie ich finde, einen sachverhalt zum religiösen glauben schön auf den punkt gebracht:
wer nicht von vornherein "gott" in sein weltbild hineinsteckt, wird ihn auch nirgends finden. denn abgesehen von dieser axiomatischen prämisse gibt es keinen schlüssigen hinweis auf einen solchen "gott", schon gar nicht als realen faktenbefund
und das eben unterscheidet glauben vom wissen: wissen mißt sich an der realität - stellen sich die prämissen aufgrund faktischen befunds als nicht haltbar, also "falsch", heraus, werden sie aufgegeben. sie sind bedingt, nicht absolut
glauben muß nicht so funktionieren, kann er nicht und sollte er wohl auch nicht. natürlich darf man sein weltbild mit "gott" als unbedingter prämisse ausstatten und daraus zwar zirkelschlüssig, aber für sich stimmig immer wieder und überall finden. und in einem solchen weltbild halt finden
seltsam wird es halt immer, wenn dann doch so getan wird, als ließen sich "glaubenswahrheiten" eindeutig beweisen wie eben ein faktischer befund. in einer solchen situation kann der derart gläubige natürlich nicht mit argumenten bestehen gegenüber jedem, der eben die nicht hinterfragbare grundprämisse nicht teilt
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)


..tragisch...