13-04-2014, 00:19
(12-04-2014, 23:14)Artist schrieb: Leid, Krankheit, Geldlosigkeit ist, kann ein Impuls für Denker, Wissenschaftler, Künstler etc. sein...
Das klingt sehr plausibel. Habe ich oft schon gehört, daß sich Menschen in Kunst, Wissenschaft, Forschung, Religion flüchten, wenn sie großes Leid haben. Ich kenne einen Lehrer, dessen Mutter verstarb – er flüchtete sich in die Musik, spielte viele Wochen lang Klavier bis in die Nacht. Andere malen, wieder andere beginnen mathematische Formeln zu entwickeln . . .
War das mit Beethoven und Schubert nicht auch so ?
Ich denke, ein gesättigter, sorgloser Mensch ist viel zu faul um Musikstücke zu komponieren.
Könnte es nicht sein, daß Abraham, Moses, Jesaia, Johannes der Täufer, Jesus, Mohammed, Buddha absichtlich in die Wüste zogen, um in dieser Dürre und Leere kreativ denken zu können bzw. zu müssen ?
Um zu Marx zurückzukehren. Vielleicht war es seine Hoffnungslosigkeit (ohne sinnvolle Arbeit in London), die ihn hellhörig für die Sorgen Anderer machte ?
(10-04-2014, 10:55)Klaro schrieb: Ob es Marx je interessiert hätte, das Elend der Menschen in der Zeit des Neu-Kapitalismus, wenn er einen ganz normalen Weg gegangen wäre - vom Studium, zur Familie - zum Beruf - sprich Arbeit ?


