13-05-2014, 21:29
(13-05-2014, 20:54)Gundi schrieb: Mich stören aber diese Verallgemeinerungen. Die wenigsten machen sich doch wirklich die Mühe ihre Vorurteile zu überprüfen.
Ich mag hier eine "Daumen hoch"-Funktion oder sowas nur für diesen einen Satz.
Ich komme aus einer Familie, die mit Vorurteilen nicht gerade zimperlich ist. Da ist die Negativdefinition, nicht zur eigenen Gruppe dazuzugehören, schon ein Makel. Mit einem Stammbaum der so einseitig lokal verankert ist wie dem unseren haben es die Ossis da echt schwer. Das ist unfair und ziemlich lächerlich. Glücklicherweise erlebe ich an der Uni, unter Gleichaltrigen, eine höchst zufriedenstellende Tendenz - die suggestiv formulierten Warnungen, in Österreich würde man mir womöglich nicht sehr positiv gesinnt sein, sind ebenfalls Quatsch und tatsächlich ist es plötzlich völlig unerheblich woher man kommt, wirklich irrelevant, und genauso sollte es ja auch sein.
Selbstverständlich nehme ich mich da nicht raus. Die Definition über Fremd- und Eigengruppen ist ja nun leider eine Tendenz des Menschen, und dieser Tendenz das per Definition "anständige" Verhalten überzustülpen ist vermutlich eine Lebensaufgabe. Deswegen finde ich das, was du gesagt hast, so klasse: Vorurteile müssen immer wieder aufs Neue überprüft werden, nur so lässt man sich von ihnen nicht einmauern.
Überzeugungen sind gefährlichere Feinde der Wahrheit als Lügen. (Friedrich Nietzsche)

