(19-07-2014, 22:31)Ekkard schrieb: Als die Franzosen die Hugenotten vertrieben haben, hat der (sehr liberale) Fürst zu Wied diese in seiner neuen Stadt angesiedelt, was zu einer wirtschaftlichen Blüte in Stadt und Umland geführt hat.
Immer wenn sich solche Früchtchen ansiedeln, führt das zu einer raschen "Blüte". Zinsnehmen und damit Kapitalismus beginnt sofort zu blühen, es kommt zu vielen Aktivitäten (darunter auch viele umweltschädliche) und zu einer raschen Umverteilung. Arme kommen plötzlich zu Reichtum (oft nicht durch ehrliche Arbeit sondern durch Spekulation und Wucher und Ausbeutung von Arbeitern) und auf der anderen Seite entsteht ein schreckliches Proletariat
Extremer Reichtum auf der einen Seite. Prachtvolle Patrizierhäuser. Fabrikanten mit Frack und Zylinder. Auf den Bildern vermeint man eine "Blüte" zu erkennen, aber es war und ist immer eine Scheinblüte gewesen. Denn das Ganze wurde durch extreme Umverteilung erzielt.
Auf Kosten anderer. Ausbeutung der Arbeitskraft. Mietwucher. Grundstücksspekulation und was alles dazugehört.
Reiche Fabrikanten – daneben bitterarme Proletarier. Auf solch eine "Blüte" kann ich verzichten. Die Bibel verbot den Hugenotten das Zinsnehmen von Glaubensbrüdern, von den verhaßten Andersgläubigen durften sie aber Zinsen nehmen . . .
2 Moses 22:24
"Leihst du einem aus meinem Volk, einem Armen, der neben dir wohnt, Geld, dann sollst du dich gegen ihn nicht wie ein Wucherer benehmen. Ihr sollt von ihm keinen Wucherzins fordern."
(Einheitsübersetzung)
. . . von den anderen darf man aber offenbar Wucherzins fordern

