(13-08-2014, 00:53)bridge schrieb: Dann wärst du als Missinar wohl völlig untauglich...
denn die müssen oft vorgekautes Essen verspeisen,oder ähnliches für uns grauenhaftes.Für die ist es aber "vollkommene Gastfreundschaft" und Ehrerweisung ist
das können wohl nur Leute die Liebe darin erkennen können und die selbst so voller Liebe zu diesen Wilden sind,das sie diesen Ekel überwinden können.
Ob ich es könnte?
Ich glaube, man muß das entspannt sehen.
Ganz locker mit den Leuten reden, scherzen, lachen
Ich war einmal dienstlich in der Dritten Welt. Ich war Eigenbrötler und aß nur das, was ich mithatte (Koffer). Die dachten, ich wäre von einem anderen Stern.
Das tat aber unserer Freundschaft keinen Abbruch. Denn daß ich keiner der ihren war, das wußten sie ohnehin. Durch gemeinsame Nahrungsaufnahme wird da auch nichts geändert. Die wußten, ich trinke Alkohol und esse Konserven mit Schweinefleisch. Für diese Leute giftig bzw. ungenießbar. Die waren heilfroh, daß ich sie nicht aufforderte, mein Essen (das für sie ein Schlangenfraß war) zu kosten.
So blöd sind diese Leute nicht. Sie sind Hirten und wissen, daß ihre wertvollen Schafe Blätter fressen. Sie sind das gewohnt. Sie beobachten, daß jedes Lebewesen einen ganz anderen Geschmack hat. Niemals würden sie ein Schaf "überreden" wollen, Fleischsuppe zu fressen, niemals würden sie ihre Geschwister "überreden" wollen, Blätter und Gras zu fressen. Gerade Menschen in der Dritten Welt sind sehr naturverhaftet und für die ist es absolut selbstverständlich, daß nicht jeder dasselbe zu sich nimmt
Wenn ein Weißer dorthin kommt, ist der eine neue Spezies. Sie nehmen ihn in ihr Haus auf und beobachten ihn sehr genau, wollen seine Wünsche kennenlernen.
So wie wenn jemand in Europa eine neue Super Duper Waschmaschine in die Wohnung geliefert bekommt und erst mal aufmerksam die Betriebsanleitung studiert, um zu sehen welches Waschpulver und welcher Weichspüler da hineingehört . . .
Da einige dieser Menschen der Dritten Welt dann einige Zeit bei uns in Deutschland lebten (Schulungsprogramm) und ich auch ihre Speisewünsche respektierte (ich veranlaßte ein eigenes Menü in der Großküche), liebten sie mich und als dann ich der Gast war, kümmerten sie sich um mich

