21-12-2014, 23:27
(21-12-2014, 16:57)Schmied schrieb: Glaubensabfall in großer Allgemeinheit ist eines der Zeichen für die Vorbereitung und das Kommen des Antichristen.Nein, es ist ein Zeichen dafür, dass zum Einen gewisse Wertvorstellungen selbstverständlich geworden sind, zum Anderen, dass es einen ganzen Bauchladen von Weltanschauungen gibt, auf die sich die Menschen verteilen. "Antichrist" wäre etwas oder jemand, der die durchwegs anerkannten Werte "umwertet", wie Friedrich Nietzsche das ausdrückt oder wie man das aus dem Roman "1984" von George Orwell kennt. Solche Tendenzen vermag ich nicht zu erkennen.
(21-12-2014, 16:57)Schmied schrieb: Gott findet hier praktisch keine Erwähnung mehr. Wer und wie viele Leute da draußen glauben an Gott und versuchen Gottes Gebote zu erfüllen? Sehr wenige, nicht?Was und welche genau? Jesus lehrt gegen die etablierte Theologie seiner Zeit. Nun, inzwischen sind die Kirchen an die Stelle der Theokraten im alten Jerusalem getreten, als müsse das Himmelreich verwaltet werden, wie ein Staatsgebilde oder wie eine Firma. Was Wunder, dass der verwaltete Gott nicht mehr erwähnt wird?
Die von dir gescholtenen, ganz normalen Menschen handeln vermutlich mehr im Namen Gottes als alle etablierten Glaubensgesellschaften: Menschen, die sorgfältig ihren Job machen, ihren Kindern beibringen, auch "Nein" zu sagen, Kinder, die Freude an der Natur lernen.
(21-12-2014, 16:57)Schmied schrieb: Kämpft ihr Soldaten Christi!..., indem ihr das vernünftig und sorgfältig tut, für das ihr Lohn oder erwartet, helft, wenn und wo ihr könnt. Ob dabei das Wort "Gott" vorkommt, ist nicht von Bedeutung!
(21-12-2014, 16:57)Schmied schrieb: Aber es ist auch eine schwierige Zeit für gläubige Menschen.Nein, wir leben im Gegenteil in einem Land, das zwar allerlei Regeln aber keine politisch-religiöse Unterdrückung kennt.
(21-12-2014, 16:57)Schmied schrieb: Das ist mal ein Anstoß, in den nächsten Posts schreibe ich vielleicht mehr dazu.Da bin ich aber mal gespannt
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
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