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Werden wir Christen bald von euch Atheisten und Ungläubigen verfolgt?
(08-02-2015, 22:11)Gundi schrieb: Schau mal, sarandanon, eine Diskussion macht absolut keinen Sinn, wenn sich jeder auf seine Weltanschauung beruft und diese schützend vor die Aussagen des Anderen stellt.
Eine Diskussion trägt nur Früchte, wenn sie vernunftbasiert ist. Ein Argument ist nur dann ein gutes Argument, wenn es von anderen Menschen auch verstanden werden kann.
Wenn einer jetzt immer nur sagt, dieses und jenes sei seine Weltanschauung und der Gegenüber hätte doch selbst schuld, da er nicht damit übereinstimmt, dann kann man es auch gleich sein lassen.

Schau mal, Gundi, ein Beispiel, wie ich es meine: Wenn Du mir eine Frage zum Glauben stellst und ich beantworte Dir diese mit einem entsprechend für mich gutem Argument, dass Du dann zB nicht verstehen kannst/willst, da Du ja nicht glaubst, dann ist das sicherlich kein gutes Argument für Dich. Ich werde aber Dir zur Liebe mein Argument nicht ändern, nur weil Du dies für schlecht hältst. Für mich würde es Dir gegenüber uU genauso gelten.

Das sollte und aber dennoch nicht davon abhalten, Argumente auszutauschen.

(08-02-2015, 22:11)Gundi schrieb: Eigentlich nicht, da es regeln für gesellschaftliches Zusammenleben auch schon vor dem Chritentum gab.

Stimmt, davor gab es zB das Judentum mit seiner Thora und den zehn Geboten, die Moses von Gott empfangen hat. Vorher gab es glaube ich keine göttlichen Offenbarungen, auf die man sich in Punkto Nächstenliebe stützen kann. Wenn Menschen also davor schon nach diesem Grundsatz in einzelnen Gesellschaften gelebt haben, könnte man darüber diskutieren, inwiefern dies evt. göttlich beeinflusst war oder nicht. Selbst dann, wenn sie einen solchen Einfluss nicht gespürt haben könnten. Aber das ist reine Spekulation.

(08-02-2015, 22:11)Gundi schrieb: Ja, du schreibst ohnehin nichts konkretes. Das ist ja das Problem. ich frage ja schon permanent, wie das denn nun gemeint ist mit den atheistischen Systemen...

Welche atheistische Systeme? Schau mal was ich zuvor geschrieben habe, aufgrund dessen Du mir dies in den Mund legst:

(07-02-2015, 23:45)Sarandanon schrieb:
(07-02-2015, 19:56)Gundi schrieb: Warum sollte es auch? Wie gesagt, Atheismus sagt nur aus, dass man nicht an Gott glaubt. Über gesellschaftliches Zusammenleben wird hingegen durch Atheismus absolut nichts ausgesagt. Dein Argument ist daher nicht fair.
Du weißt, dass das nicht ganz richtig ist. Es gibt durchaus politische und gesellschaftliche Wechselwirkungen, mit denen der Atheisten oder atheistische Gruppen durchaus zum Teil erfolgreich versucht haben Einfluss zu nehmen. Man stellte sich bewusst als Gegenpol zur Religiösität auf. Daraus [also als Ergebnis dieser Einflussnahme - Einfügung von mir] sind auch poltische Systeme entstanden, die ziemlichen Schaden angerichtet haben. Ich will die heir gar nicht weiter erwähnen, ist glaub ich auch ein Klassiker der Argumente.

Atheistische Strömungen haben aber auch positiven Anteil an der Aufklärung, der mE sehr wichtig war für die Öffnung und Neuordnung manch religiöser Anschauungen.


Ich habe von einer atheistischen Weltanschauung geschrieben, die politische oder gesellschaftliche Systeme beeinflusst haben. Und da habe ich schon sehr konkret was zu geschrieben. Im übrigen ist auch unsere Gesellschaft von der athieistischen Weltanschauung beeinflusst. Das zieht sich seit der Aufklärung durch unsere Geschichte.

(08-02-2015, 22:11)Gundi schrieb: Während du aber den Begriff Atheismus im selben Atemzug verwendest wie Gesellschaftssysteme, spricht niemand pauschal von Theismus und Gesellschaftssystemen. Wenn dann wird eine konkrete Religion benannt. Derlei Unterstufen gibt es im Atheismus aber nicht.
Kommunismus und dergleichen gründen sich nicht auf der Verneinung der Gottesexistenz. Christentum, Islam etc. aber sehr wohl auf der Bejahung einer solchen Existenz.

Das mit der gottfreien und gottbezogenen Gesellschaft war ein extremes Beispiel. Beides gibt es nicht in Reinform. Es gibt immer Menschen, die in der einen wie der anderen geprägten Gesellschaft abweichen. A- und Theismus haben Gesellschaften, ob nun gut oder schlecht, beeinflusst. Religionen sind ebenfalls keine Gesellschaftssysteme, sie können aber solche durchaus prägen oder von mir aus auch als Grundlage dienen.

(08-02-2015, 22:11)Gundi schrieb: Noch mal: Atheismus mag Bestandteil des kommunistischen Herrschaftssystems gewesen sein, aber nicht dessen Grundlage.


Atheismus war nicht die Grundlage, das habe ich auch nicht behauptet. Er ist jedoch Inhalt der marxistisch-leninistischen Lehre und gehört somit zur Leitlinie dieses Systems ohne selbst das System zu sein. Ich hoffe wir kommen da langsam zu einem Konsens.

(08-02-2015, 22:11)Gundi schrieb: Ich kann im Führerkult eigentlich weniger atheistische Züge als vielmehr religiöse Züge erkennen. Ob nun ein Gott angebetet wird oder eine gottgleicher Mensch ist den Schäfchen eventuell egal.

Vielleicht habe ich die Definition ja falsch verstanden aber nMn verneint der Atheismus in Gott einen Schöpfer, also ein transzendentes Wesen, dass die Welt erschaffen hat und erhält. Das hat mit einem gottgleichen Menschen erstmal nichts zu tun. Wenn man den Gröfaz, wenn sein Reich weiterbestanden, hätte, irgendwann mal als einen Schöpfer zurecht interpretiert hätte (wie auch immer), dann würde ich Deiner Theorie folgen.

Aber vielleicht werden hier zwischen dem Theismus und dem Atheismus ja auch Grenzen überschritten. Und dazu stellen sich mir zwei Fragen, in denen die Schreiber der Definitionen sich scheinbar nicht richtig einig sind:

1. Kann Theismus auch ein Glaube an einen gottgleichen Menschen sein?

2. Oder ist der Glaube an einen gottgleichen Menschen atheistisch?
Der Atheist ist ein Kurzsichtiger, der sich in der Brille eines Weitsichtigen gefällt.



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RE: Werden wir Christen bald von euch Atheisten und Ungläubigen verfolgt? - von Sarandanon - 08-02-2015, 23:55

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