28-02-2015, 23:47
(27-02-2015, 23:26)anxiousgirl-91 schrieb: ... der Mann soll seine Frau lieben und nähren wie sich selbst.Mag sein, dass eine derartige Maxime auch im Judentum gilt und aufgeschrieben wurde. Aber nahezu alle "alten Völker" auch des Nordens hatte diese Maxime.
(27-02-2015, 23:26)anxiousgirl-91 schrieb: Und die Frau soll den Mann auch unterstützen. Gegenseitig.Das aber entspricht eher moderner Auffassung. Natürlich handelt es sich um eine klare Folge der Bergpredigt bzw. der "Goldenen Regel" Lk 6, 31.
Frauen werden verlassen ...
(27-02-2015, 23:26)anxiousgirl-91 schrieb: Und nein meine Freundin kann nichts dafür. Was soll sie denn machen, wenn die Kerle, nachdem sie im Bett waren, Schluss machen? Und das immer wieder. Sie wollte von Anfang an mit jedem zusammen bleiben. Tja so ist das halt heutzutage.Als Mann schäme ich mich für meine Geschlechtsgenossen, die ausschließlich an ihrer sexuellen Befriedigung interessiert sind. Aber es gehört nicht zu den "Betriebsanweisungen" allein des christlichen Glaubens, zuerst eine stabile Beziehung aufzubauen, ehe man zum Beischlaf kommt. Alle die einschlägigen Anweisungen zu "Ehe und Familie" sind Sittenregeln, die sich aus genau dem Grunde heraus gebildet haben, weswegen die Beziehung Priorität haben sollte, Gläubige oder Atheist.
"Eklig" daran ist die charakterliche Gefühlskälte, die sich hier - meist männlicherseits - äußert. Frauen sind weder Objekt noch Ware; aber auch das hat mit Christentum nur insofern zu tun, als dass diese Auffassung uralt ist.
Noch ein Wort zur Heiligenverehrung, um die es hier ja gehen sollte. Die Kirchen der Reformation (vulgo: Protestanten) kennen keine Heiligenverehrung, wohl aber das Andenken an gewisse Personen, die "heilsam" tätig waren (besondere Lehrer, Gründer von Hilfswerken, Retter aus Notlagen etc.)
Ich sehe einen großen Unterschied zur Verehrung von Göttern. Götter (abwertend: Götzen) sind im weitesten Sinne personifizierte Schicksalsmächte, die zu missachten Schicksalsschläge (Strafen) nach sich zogen - so die Vorstellung. Auch Gott/Allah wird gerne als eine solche Macht dargestellt (, obwohl ich selbst dies als groben Unfug betrachte).
Aber selbst das formale Verfahren der römischen Kirche zur Heiligsprechung erhebt die Heiligen niemals in den Stand solcher Schicksalsmächte. Ein Bisschen naiv werden sie im Volksglauben als Fürsprecher bei Gott "eingesetzt". (Nun ja, da kann ich als Protestant nicht mit ...)
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
Ekkard

