12-04-2015, 23:27
(12-04-2015, 13:55)indymaya schrieb: Das Gute ist nur bei Gott zu finden, der Mensch hat das nur annähernd drauf, ...In einem gewissen Sinn ist die Aussage zutreffend, dass nämlich das endgültige Urteil nicht durch den Menschen gefällt wird - oder dass sich menschliches Urteil als fehlbar und unvollständig erweist.
(12-04-2015, 13:55)indymaya schrieb: Seit Adam und Eva kennt der Mensch Gutes und Böses, da gibt es keine Ausrede, auch nicht zu sagen :"Es gibt keinen Gott".Ich denke, diese Auslegung verkennt die Auslegungstradition der jüdischen Tradition, nach der die "Erkenntnis des Guten und Bösen" eine der All-Eigenschaften Gottes ist. Erhellend ist der Passus: "geworden, wie einer von uns", nämlich gottgleich. Und tatsächlich kann das Urteil über Verhaltensweisen gleich der göttlichen Schicksalsmacht für einen (anderen) Menschen bestimmend werden.
1.Mose 3,22
Und Gott, der HERR, sprach: Siehe, der Mensch ist geworden wie einer von uns, zu erkennen Gutes und Böses.
Also enthält die Bibelstelle eine ernste Warnung vor der gegenseitigen Beurteilung der Menschen.
(12-04-2015, 13:55)indymaya schrieb: Das Böse ist Teil des Menschen geworden und das gilt es, Zeit seines Lebens zu "bekämpfen".Ich würde nicht allzu viel geben auf derlei Auslegungen. Denn wer mit wachen Sinnen in seiner Gesellschaft lebt, erfährt beides, den Segen eines auf gerechtem Urteil fußenden Zusammenlebens und den Fluch, dass Verhalten und Verhältnisse als "gut" angesehen werden, obwohl sie nur einseitigen Interessen dienen.
Dadurch wird die Welt nicht gut aber das Böse weniger.
Aber ohne die Gebote Gottes hätte es niemals diesen "Roten Faden" gegeben, der bis Heute sichtbar ist und ohne ihn gäbe es uns längst nicht mehr.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
Ekkard

