19-06-2015, 19:01
(19-06-2015, 18:24)Schmied schrieb: Was für Gefühle werden in dem Menschen, in seinem Herzen, frei, wenn er den Glauben am Leben, ein ewiges Leben, nach dem Tod zulässt? Hast du das schon mal probiert? Hast du jemals gebetet, natürlich zu Gott?
Ich bin katholisch erzogen, mein Umfeld war katholisch dominiert, ich war viele Jahre Ministrant, habe auch heute noch annähernd ausschließlich gläubige katholische Verwandte, und habe als Kind und in meiner frühen Jugend intensiv gebetet. Als älterer Jugendlicher begann ich aber die Lehrsätze des Katholizismus zu hinterzufragen, verglich sie mit denen anderer mir bekannter christlicher Konfessionen, später auch mit den wesentlichen Lehrsätzen nicht-christlicher aktueller und abgegangener Religionen, fand in der Bibel extreme Widersprüche und stellte die Unmöglichkeit für mich fest, auch nur annähernd zu erfahren, was einige andere behaupteten, erfahren zu haben. Auch entbehrt Religion der Logik, so wie ich sie verstehe, und das, was heilige Bücher über die Handlungen von Gott/Götter berichten, ist nicht nur häufig ahistorisch sondern auch selten konsequent, am wenigsten die Handlungen, die die Bibel als die Jahwes/der Trinität Handlungen darstellt, und lese ich dann gar die Behauptung der Mormonen, Jesus sei nach seiner Kreuzigung in Amerika erschienen und wäre dort als Quetzalcoatl (gefiederte Schlange) verehrt worden, dann kann ich das nur äußerst erstaunt zur Kenntnis nehmen, schon weil Tenochtitlan erst im Hochmittelalter gegründet wurde, und, hätte Jesus die Vorfahren der Azteken besucht, so ergibt sich die Frage, warum deren Nachfahren ihren Göttern trotzdem Hekatomben von Menschen opferten. Da scheint mir der persische Lichtgott Mithras dem Jesus des NT beträchtlich näher zu sein. Der wurde auch von einer Jungfrau geboren und stand nach seinem Tod wieder auf.
Naja, mag jeder glauben, was er will.

