14-02-2003, 19:51
Ich glaube, daß es keinen freien Willen gibt.
Das hat nichts mit Gott zu tun, b.z.w. hat er es offenbar so gewollt.
Menschen haben ausschließlich Instinkte, genau wie Tiere. Sie bemerken diese bloß nicht, weil sie meinen, daß eine solche Gedankenvielfalt nichts mehr mit Instinkten zu tun hat.
Sie sehen auch nicht, daß der Mensch als biologisches Wesen, sich nur nach biologischen Gesetztmäßigkeiten entwickeln kann. Geistig wie körperlich.
Durch die langen Laufzeiten biologischer Wachstumsvorgänge erklärt sich auch, warum einige Menschen sich charakterlich sehr weit entwickeln können und andere nicht, b.z.w nicht so schnell und so weit.
Beispiel: Der Säufer, der auch noch mit zhirrotischer Leber ein Säufer bleibt. Da geht die Entwicklung eben nicht weiter.
Die Frau, die jahrelang immer wieder Anläufe nimmt, ihre Adipositas zu bekämpfen und erst mit 50 Jahren löst sich der Knoten und sie schafft es.
Die vielen vergeblichen Versuche gehören genauso zu ihrer Biologie, wie der sich einstellende Erfolg mit 50 Jahren.
Da war es möglich und dann geschieht es selbstverständlich auch.
So ist auch zu erklären, daß einige Menschen in religiösen Dingen dieses Denkschema haben und einige ein anderes.
Und das es beiden oft schwerfällt, sich in das Gedankenschema des anderen hineinzufinden.
Im übrigen habe ich großen Respekt vor Menschen die mir sagen, sie wollten sich früher in diese oder jene Richtung entwickeln, aber sie hätten heute begriffen, daß sie das nicht schaffen können.
Diese Leute haben ein Gefühl bekommen für ihre biologischen Grenzen.
Trotz allem werden sie gern von den "Freier-Willen-Leuten" genervt, sie sollten sich ändern, an sich arbeiten oder sich zusammenreißen. Typische Sprüche: "Wie kann man sich nur so gehen lassen" oder "der hat einen schwachen Willen".
"Freier-Wille-Leute" erliegen auch gern dem Wahn, daß Ihr Wille sie zu Höchstleistungen angetrieben habe und wissen nicht, daß es ihnen eben biologisch möglich war sich zu diesen Höchstleistungen zu entwickeln.
Ich will die Leistungen von Sportlern, Politikern o.a. nicht kaputtreden, sondern nur darstellen, daß es nicht an ihrem Willen lag oder an dem besiegten "inneren Schweinehund"
Übrigends habe ich die Erfahrung gemacht, daß es Menschen, die im Moment an ihre Grenzen gestoßen sind zu sagen:
"Richtig, vielleicht gehts nicht weiter. Mach dich nicht verrückt. Beruhige dich und laß der Biologie ihren Lauf. Mal sehen, vielleicht entwickelt sich noch was, das wäre schön. Und wenn nicht, ist das auch ok.
Bleib wie du bist, werde was du wirst. Etwas anderes kannst du auch nicht werden. Ich liebe dich so, wie du bist."
In der Ruhe liegt die Kraft. Wer die Geduld aufbringt, auf die eigene Entwicklung zu vertrauen und diese nicht zu bremsen oder zu beschleunigen versucht, der hat die größte Aussicht weit zu kommen oder die größte Aussicht, sich mit seinen Fehlern anzunehmen.
Dieses Phänomen ist ähnlich der Meditation. Solange man versucht willentlich seine spirituelle Entwicklung zu gängeln oder zu beschleunigen, wird man keinen Erfolg haben.
Wir entwickeln uns nicht für Gott, sondern Gott bestimmt, wie weit wir uns entwickeln können. Wir sollten lernen Grenzen zu akzeptiern und wir sollten
loslassen :multi:
Lhiannon
P.S. Auch meine Tipps sind natürlich unter dem Vorbehalt zu sehen, daß es einem möglich ist.
Bei mir klappts auch noch nicht richtig. 8)
Das hat nichts mit Gott zu tun, b.z.w. hat er es offenbar so gewollt.
Menschen haben ausschließlich Instinkte, genau wie Tiere. Sie bemerken diese bloß nicht, weil sie meinen, daß eine solche Gedankenvielfalt nichts mehr mit Instinkten zu tun hat.
Sie sehen auch nicht, daß der Mensch als biologisches Wesen, sich nur nach biologischen Gesetztmäßigkeiten entwickeln kann. Geistig wie körperlich.
Durch die langen Laufzeiten biologischer Wachstumsvorgänge erklärt sich auch, warum einige Menschen sich charakterlich sehr weit entwickeln können und andere nicht, b.z.w nicht so schnell und so weit.
Beispiel: Der Säufer, der auch noch mit zhirrotischer Leber ein Säufer bleibt. Da geht die Entwicklung eben nicht weiter.
Die Frau, die jahrelang immer wieder Anläufe nimmt, ihre Adipositas zu bekämpfen und erst mit 50 Jahren löst sich der Knoten und sie schafft es.
Die vielen vergeblichen Versuche gehören genauso zu ihrer Biologie, wie der sich einstellende Erfolg mit 50 Jahren.
Da war es möglich und dann geschieht es selbstverständlich auch.
So ist auch zu erklären, daß einige Menschen in religiösen Dingen dieses Denkschema haben und einige ein anderes.
Und das es beiden oft schwerfällt, sich in das Gedankenschema des anderen hineinzufinden.
Im übrigen habe ich großen Respekt vor Menschen die mir sagen, sie wollten sich früher in diese oder jene Richtung entwickeln, aber sie hätten heute begriffen, daß sie das nicht schaffen können.
Diese Leute haben ein Gefühl bekommen für ihre biologischen Grenzen.
Trotz allem werden sie gern von den "Freier-Willen-Leuten" genervt, sie sollten sich ändern, an sich arbeiten oder sich zusammenreißen. Typische Sprüche: "Wie kann man sich nur so gehen lassen" oder "der hat einen schwachen Willen".
"Freier-Wille-Leute" erliegen auch gern dem Wahn, daß Ihr Wille sie zu Höchstleistungen angetrieben habe und wissen nicht, daß es ihnen eben biologisch möglich war sich zu diesen Höchstleistungen zu entwickeln.
Ich will die Leistungen von Sportlern, Politikern o.a. nicht kaputtreden, sondern nur darstellen, daß es nicht an ihrem Willen lag oder an dem besiegten "inneren Schweinehund"
Übrigends habe ich die Erfahrung gemacht, daß es Menschen, die im Moment an ihre Grenzen gestoßen sind zu sagen:
"Richtig, vielleicht gehts nicht weiter. Mach dich nicht verrückt. Beruhige dich und laß der Biologie ihren Lauf. Mal sehen, vielleicht entwickelt sich noch was, das wäre schön. Und wenn nicht, ist das auch ok.
Bleib wie du bist, werde was du wirst. Etwas anderes kannst du auch nicht werden. Ich liebe dich so, wie du bist."
In der Ruhe liegt die Kraft. Wer die Geduld aufbringt, auf die eigene Entwicklung zu vertrauen und diese nicht zu bremsen oder zu beschleunigen versucht, der hat die größte Aussicht weit zu kommen oder die größte Aussicht, sich mit seinen Fehlern anzunehmen.
Dieses Phänomen ist ähnlich der Meditation. Solange man versucht willentlich seine spirituelle Entwicklung zu gängeln oder zu beschleunigen, wird man keinen Erfolg haben.
Wir entwickeln uns nicht für Gott, sondern Gott bestimmt, wie weit wir uns entwickeln können. Wir sollten lernen Grenzen zu akzeptiern und wir sollten
loslassen :multi:
Lhiannon
P.S. Auch meine Tipps sind natürlich unter dem Vorbehalt zu sehen, daß es einem möglich ist.
Bei mir klappts auch noch nicht richtig. 8)
