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Unbewältigte Vergangenheit
#9
(10-03-2016, 13:32)d.n. schrieb: Sollte die Politik denn nicht auf die Straße hören?

nicht unbedingt

denn auf die straße gehen halt auch gern die, die nur vorgeblich die meinung "des volkes" repräsentieren (wer hat ihnen eigentlich dieses mandat erteilt?), aber gern jede andere meinung als ihre eigene unterdrücken möchten

wir kennen das ja aus der zwischenkriegszeit

(10-03-2016, 13:32)d.n. schrieb: Hier in Ö sind wir froh, dass FAymann ne Kertwende gemacht hat und zumacht

wer "wir"?

also ich nicht - ich schäme mich dafür. und bin damit wirklich nicht allein

(10-03-2016, 13:32)d.n. schrieb: gemäß Dubliner Abkommen dürfe es statt den vorhandenen 90 000 (bei 9 Mio Gesamtbevölkerung, wohlgemerkt) Flüchtlingen genau nur Flüchtlinge aus Schweiz und Lichtenstein bei uns gebn, denn dass sind unsere einzigen EU-Außengrenzen, ergo 0


genau das zeigt doch sehr schön, wie sinnbefreit dieses dubliner abkommen ist. warum sollen nur die - wirtschaftlich eh gebeutelten - eu-länder mit außengrenzen die last tragen, die anständigerweise alle und (imho sogar die in verstärktem maß, die die breiteren schultern haben) tragen sollten?

(10-03-2016, 13:32)d.n. schrieb: Was ich insbesondere nach der Registrierungsstatistik sehe (und ich hab die letzten Monate genug damit zu tun gehabt) haben wir momentan einen Anteil von um die 14 % Kriegsflüchtlinge, 27% wo der Status noch nicht geklärt ist, und die Restlichen sind definitive Wirtschaftsflüchtlinge, also ganze 59 % , die wir schnellstmöglich wieder außer Landes kriegen müssen, wenn die Stimmung nicht endgültig kippen soll


warum müssen wir die "schnellstmöglich wieder außer Landes kriegen", die vor wirtschaftlicher not flüchten?

zumal, wenn die politik nach seltsamsten kriterien dekretiert, wer denn keinen anderen fluchtgrund habe?

so werden ja auch afghanen zurück in ihr von krieg geschütteltes heimatland geschickt, weil  der terror der taliban halt einfach nicht als krieg angesehen wird, vor dem es zu flüchten gälte...

und die stimmung kippt nicht einfach so, sie wird gemacht

von wem, das ist dir wohl bekannt


(10-03-2016, 13:32)d.n. schrieb: logisch wollen die sich ein besseres Leben aufbauen,.. aber in diesem Fall auf unsere und auf Kosten der echten Flüchtlinge

was soll "auf unsere kosten" denn genau heißen?

die menschen kommen nicht, um sich hier einen lenz zu machen und durchfüttern zu lassen. sie wollen sich hier ein leben aufbauen, und dieses selber in die hand nehmen. was sie brauchen, ist (start)hilfe dabei, und eben nicht die verweigerung der teilhabe an unserer gesellschaft und wirtschaft. unter dem strich können wir alle davon profitieren, wie das ja auch früher schon der fall war mit flüchtlingen, die wir aufgenommen haben - von den vertriebenen nach dem zweiten weltkrieg über die ungarn bis zu den jugoslawen

und das sag ich jetzt nicht, weil ich selber nachkomme von volksdeutschen bin, die in österreich ihre heimat gefunden und die österreichische nachkriegsgesellschaft mit aufgebaut haben, und auch nicht nur dir, der ja selber auch eine einschlägige geschichte hat
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
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