31-01-2017, 00:17
Mit rational meinte ich, daß ich an die gestellten Fragen möglichst ohne irgendwelche vorgefaßten Meinungen oder Emotionen herangehe. Ich werte nur die mir bekannten Informationen aus.
Da ich keinerlei nachvollziehbare Information über etwas Übernatürliches (Gott, Geister, Seele etc.) habe, bleibt mir nur die aktuelle naturwissenschaftliche Erkenntnis, um über die gestellten Fragen nachzudenken.
Rein naturwissenschaftlich gibt es (außer eventuell über die Quantenmechanik) keine indeterministischen Vorgänge im Gehirn. Die Abläufe sind aber mit den uns (derzeit?) zur Verfügung stehenden Methoden nicht vorhersehbar, weil der Anfangszustand und die genauen Wechselwirkungen viel zu komplex sind, um berechnet werden zu können, wie beim Wetter. Man kann zwar grobe Vorhersagen machen (also bei bestimmten Ausgangssituationen Wahrscheinlichkeiten für die Reaktionen angeben), aber keine Details berechnen.
Aus diesem Grund sehe ich keinen Raum für einen freien Willen. Wobei der Begriff natürlich einer Definition bedarf. Ich verstehe ihn so, daß das Ergebnis eines gedanklichen Prozesses offen ist und das Individuum nicht von vornherein festgelegt ist. Dies widerspricht aber dem Determinismus des naturwissenschaftlichen Vorgangs. Anders gesagt: bei exakt gleichen Anfangsbedingungen und exakt gleichem Input kommt (unter Außerachtlassung von Quanteneffekten!) das gleiche Ergebnis heraus.
Wir denken aber, wir könnten uns frei entscheiden, z.B. Vanillepudding oder Schokoladenpudding. Ich sehe aber nicht, daß dies wirklich der Fall ist. Die Antwort auf diese Frage ergibt sich alleine aus naturwissenschaftlichen Gesetzen heraus.
Nun kann man den Anfangszustand und die Nervenverknüpfungen eines Individuums als "Persönlichkeit" definieren und daraus dann ableiten, daß dessen Persönlichkeit die Frage entscheidet, aber genau darin liegt die Illusion. Unser Gehirn unterscheidet sich nicht von einem hochkomplexen Computersystem mit entsprechenden Algorithmen. Man kann durchaus ein Programm mit Iterationen so komplex programmieren, daß ohne die Rechenleistung eines Computers das Ergebnis unvorhersehbar wird. Gibt man dann noch ein paar Quanteneffekte in die Ausgangsbedingungen mit ein, kann selbst ein parallel laufendes identischen Programm das Ergebnis nicht vorhersagen. Das bedeutet aber nicht, daß der Computer einen freien Willen hätte, sondern nur, daß das Ergebnis unvorhersehbar ist.
Ich gebe aber zu, daß ich an dieser Erkenntnis selbst sehr zu knabbern habe. Es fühlt sich eben anders an. Ich denke, ich könnte frei wählen zwischen Vanillepudding und Schokoladenpudding. Aber woher soll diese Entscheidung kommen? Sie ist neuronal deterministisch festgelegt. Das Gehrin trifft die Entscheidung und teilt diese dann über Sprache oder Bewegung mit. Dieser Vorgang erscheint uns dann als freie Wahl, der von zwei Optionen auf eine reduziert hat. Aber wenn ein Computerprogramm eine ähnliche Aufgabe bekommt, passiert nichts anderes (z.B. eine komplexe Iteration mit der Frage, ob das Ergebnis am Ende eine gerade oder ungerade Zahl wird).
Wir sind Roboter mit der Illusion einer fehlenden Programmierung. Aber die Illusion ist das Einzige, was wir als real empfinden. Es ändert ja nichts an den Programmergebnissen, die wir Emotionen nennen. Unser Programm drängt uns, positive Emotionen zu haben, also ist ncihts falsches dabei, nach solchen zu streben, nur daß dieses Streben ohnehin passiert.
Wir unterscheiden uns nur darin, wie unsere Programmierung dieses Ergebnis herbeizuführen versucht. Der eine mag eben Vanille, der andere Schokolade.
Da ich keinerlei nachvollziehbare Information über etwas Übernatürliches (Gott, Geister, Seele etc.) habe, bleibt mir nur die aktuelle naturwissenschaftliche Erkenntnis, um über die gestellten Fragen nachzudenken.
Rein naturwissenschaftlich gibt es (außer eventuell über die Quantenmechanik) keine indeterministischen Vorgänge im Gehirn. Die Abläufe sind aber mit den uns (derzeit?) zur Verfügung stehenden Methoden nicht vorhersehbar, weil der Anfangszustand und die genauen Wechselwirkungen viel zu komplex sind, um berechnet werden zu können, wie beim Wetter. Man kann zwar grobe Vorhersagen machen (also bei bestimmten Ausgangssituationen Wahrscheinlichkeiten für die Reaktionen angeben), aber keine Details berechnen.
Aus diesem Grund sehe ich keinen Raum für einen freien Willen. Wobei der Begriff natürlich einer Definition bedarf. Ich verstehe ihn so, daß das Ergebnis eines gedanklichen Prozesses offen ist und das Individuum nicht von vornherein festgelegt ist. Dies widerspricht aber dem Determinismus des naturwissenschaftlichen Vorgangs. Anders gesagt: bei exakt gleichen Anfangsbedingungen und exakt gleichem Input kommt (unter Außerachtlassung von Quanteneffekten!) das gleiche Ergebnis heraus.
Wir denken aber, wir könnten uns frei entscheiden, z.B. Vanillepudding oder Schokoladenpudding. Ich sehe aber nicht, daß dies wirklich der Fall ist. Die Antwort auf diese Frage ergibt sich alleine aus naturwissenschaftlichen Gesetzen heraus.
Nun kann man den Anfangszustand und die Nervenverknüpfungen eines Individuums als "Persönlichkeit" definieren und daraus dann ableiten, daß dessen Persönlichkeit die Frage entscheidet, aber genau darin liegt die Illusion. Unser Gehirn unterscheidet sich nicht von einem hochkomplexen Computersystem mit entsprechenden Algorithmen. Man kann durchaus ein Programm mit Iterationen so komplex programmieren, daß ohne die Rechenleistung eines Computers das Ergebnis unvorhersehbar wird. Gibt man dann noch ein paar Quanteneffekte in die Ausgangsbedingungen mit ein, kann selbst ein parallel laufendes identischen Programm das Ergebnis nicht vorhersagen. Das bedeutet aber nicht, daß der Computer einen freien Willen hätte, sondern nur, daß das Ergebnis unvorhersehbar ist.
Ich gebe aber zu, daß ich an dieser Erkenntnis selbst sehr zu knabbern habe. Es fühlt sich eben anders an. Ich denke, ich könnte frei wählen zwischen Vanillepudding und Schokoladenpudding. Aber woher soll diese Entscheidung kommen? Sie ist neuronal deterministisch festgelegt. Das Gehrin trifft die Entscheidung und teilt diese dann über Sprache oder Bewegung mit. Dieser Vorgang erscheint uns dann als freie Wahl, der von zwei Optionen auf eine reduziert hat. Aber wenn ein Computerprogramm eine ähnliche Aufgabe bekommt, passiert nichts anderes (z.B. eine komplexe Iteration mit der Frage, ob das Ergebnis am Ende eine gerade oder ungerade Zahl wird).
Wir sind Roboter mit der Illusion einer fehlenden Programmierung. Aber die Illusion ist das Einzige, was wir als real empfinden. Es ändert ja nichts an den Programmergebnissen, die wir Emotionen nennen. Unser Programm drängt uns, positive Emotionen zu haben, also ist ncihts falsches dabei, nach solchen zu streben, nur daß dieses Streben ohnehin passiert.
Wir unterscheiden uns nur darin, wie unsere Programmierung dieses Ergebnis herbeizuführen versucht. Der eine mag eben Vanille, der andere Schokolade.

