(03-10-2017, 19:04)scilla schrieb:(03-10-2017, 11:45)Ulan schrieb: eindeutige Schlussfolgerungen kann man aus einer Aneinanderkettung von Mutmassungen, die alle selbst sehr unsicher sind, halt nicht ziehen.
das ist erstens falsch
(nicht standfeste Holzstückchen kann man manchmal so miteinander verbinden, daß der Verbund stabil steht)
Eh, nein. Wenn eins der Glieder falsch ist, ist die ganze Kette falsch. Und ich denke, einige Deiner Glieder sind garantiert falsch, weshalb auch die Konstruktion nicht funktioniert.
(03-10-2017, 19:04)scilla schrieb: und zweitens unterstreicht das meine Größe
(mit Lego spielen kann jeder)
Also, hier musste ich dann doch mal kraeftig lachen. Unterstreichen tut das schon etwas, aber wohl nicht das, was Du denkst.
(03-10-2017, 19:04)scilla schrieb: drittens würde ein Wissenschaftler die Stabilität meiner Theorie testen
(ich behaupte schließlich, damit große Teile der griechischen, und wie es aussieht, auch der levantischen und mesopotamischen Mythologie erklären zu können)
Deine Kritik ist hingegen mehr ästhetischer Natur
Auch nicht richtig. Ich habe (unter anderem) bezweifelt, dass Pleione je etwas anderes war als die Erfindung eines Geschichtenschreibers. Sie hatte keine Funktion in der Religion, und es gibt keinerlei Grund, so etwas anzunehmen. Die Erfindung solcher Figuren fand oft statt, wenn Autoren, in ebenso erfundenen Genealogien, die mythologischen Figuren, die urspruenglich auf kleine Orte im griechischen Raum beschraenkt waren, in ein Gesamtbild zusammenzufuehren. Luecken wurden dann einfach mit irgendetwas gefuellt.
Was man als Wissenschaftler uebrigens lernt, ist, liebgewonnene Thesen, die man sich so wunderbar ausgedacht hat und die alles perfekt erklaeren, zu verwerfen, wenn ein Element nicht stimmt. Das ist ein oft sehr schmerzhafter Prozess, aber das lernt man schon in der Ausbildung; auch wenn man das hin und wieder auch bei gestandenen Persoenlichkeiten erlebt, dass sie damit Schwierigkeiten haben. Wer damit nicht umgehen kann, sollte der Wissenschaft besser den Ruecken kehren, auch im eigenen Interesse.

