(07-09-2019, 13:02)Sinai schrieb: "Umstritten war beispielsweise seine Aussage, der „Seelengrund“ sei nicht wie alles Geschöpfliche von Gott erschaffen, sondern göttlich und ungeschaffen. Im Seelengrund sei die Gottheit stets unmittelbar anwesend." Meister Eckhart - WikipediaHallo Sinai,
Aber ist das nicht bloße Wortspielerei, "Streit um des Kaisers Bart" ?
Eckhard unterscheidet zwischen einer Gottheit (ungenaturte Natur, Nichtheit) und Gott (genaturte Natur).
Die Gottheit als Abgrund des Nichts, ihr kommt kein Sein zu (absolute Subjektivität).
Der dreieinige Gott ist nach seinen Aussagen die erste Emanation der Gottheit, über diesem steht die Gottheit.
Und über der Seele steht das un-erschaffene Seelenfünklein, das Innerste des Menschen welches identisch mit der Gottheit ist.
Im Grunde genommen kann sich ein Mensch hinstellen und sagen: "Ich bin der Urgrund meiner Selbst."
In dieser Erkenntnis, so laut dem Meister (hier mit meinen Worten wiedergegeben), kann nur ein Mensch sein, der in ein Licht entrückt wurde welches Gottes (erste Emanation) ist. Diese Entrückung nennt man in der christlichen Mystik "unio mystika". In anderen Kulturen auch als Samadhi bekannt.
So beschreibt der Meister dann auch: "Ein Lebemeister ist besser denn tausend Lesemeister". Also das Aufgehen in Gott.
https://www.br.de/radio/bayern2/sendunge...e-100.html
Liebe Grüße
Bernhard
Das vermeintlich Bedeutungslose ist das Bedeutendste, und das Bedeutendste ist das Bedeutungsloseste im ganzen Sein.

