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Der Große Stalinsche Plan zur Umgestaltung der Natur
#7
(16-10-2019, 19:19)Ulan schrieb: Es waren riesige Erdmassen fuer das Projekt zu bewegen, und das sollte ueber Atomsprengungen gemacht werden. Ist jetzt schon ein paar Jahre her, dass ich das letzte Mal ueber das Projekt gelesen habe.


Das klingt entsetzlich. Aber wo hast Du das gelesen? Eine Quellenangabe wäre interessant
denn es ist ein gewaltiger Unterschied ob dort mit einigen Tonnen Dynamit oder mit einem Dutzend Atombomben gearbeitet wird . . .

Irgendwelche Vermutungen die Umweltschutz-Organisationen zwecks Panikmache in Umlauf setzen, darf man nicht immer für bare Münze nehmen

Im derzeitigen Artikel Dawydow-Plan - Wikipedia habe ich keinen Hinweis auf Atomsprengungen gefunden

----

Der Suezkanal wurde ja auch ohne Atomsprengungen gebaut, und der ist so breit und so tief, daß selbst Ozeanriesen durchfahren können

Das ist in Sibirien sicher nicht geplant Icon_cheesygrin
Die wollen halt Transportschiffe in der Größenordnung wie am Rhein durchs Land schicken

Nur eines verstehe ich noch nicht: Sibirien ist eine riesige Platte, die leicht geneigt ist - der Norden ist um einige hundert Meter tiefer als der Süden - daher rinnen alle Flüsse nach Norden ins Eismeer - durch welche Maßnahmen ist es möglich, die Flüsse zu veranlassen in den Süden zu fließen ?

Da geht es nicht um Sprengung, sondern um die Neigung eines halben Kontinents

Aber ich will das nicht belächeln, russische Ingenieure waren schon immer sehr gut (Sputnik 1957)
ich will nur wissen, wie das funktionieren soll

Die Flußrichtung großer Ströme umzudrehen, daß sie dann tausende Kilometer lang nicht nach Norden sondern nach Süden fließen . . .

Für die Menschen am Aral-See wäre das eine Wohltat. Dieser See versteppt und überall Trockenheit
"Seit den 1960er Jahren bis 1997 sank der Wasserspiegel um 18 Meter
( . . . )
Überlegungen wurden in der sowjetischen Ära angesichts der beginnenden Austrocknung des Aralsees konkret konzipiert (Dawydow-PLan). Ähnliche Pläne werden jedoch bis heute immer wieder aufgegriffen, zuletzt vom kasachischen Präsidenten Nursultan Nasarbajew 2010."
Aralsee - Wikipedia

Die Sache ist also aktuell !
Wenn sogar ein unterentwickeltes Land wie Kasachstan derartige Pläne schmiedet, dann kann Rußland erst recht in dieser Liga mitspielen.

(Kasachstan ist zwar unterentwickelt, aber es ist statisch und entwickelt sich leider nicht, daher wäre der Ausdruck "Entwicklungsland" derzeit zu optimistisch und ist daher irreal. Falls aber Kasachstan Erfolg hat (mit russischer Hilfe) den von Verlandung bedrohten Aralsee zu retten und damit einen green belt rund um diesen See zu errichten, wäre das ein großer Aufschwung)

Rußland braucht ja nicht Kasachstan dazu, es kann die großen Flüsse ja auch in andere Trockengebiete schicken. Trockengebiete gibt es in Zentralasien genug

Im Artikel Dawydow-Plan - Wikipedia ist ein neues Meer in Rußland eingezeichnet, mit dem Namen "Ob-Irtysch-Stausee". Das hat aber das Ausmaß der Ostsee

Da aber Kasachstan 2010 solche Pläne zur Rettung des Aralsees aufgriff, wird es wohl Rußland bitten müssen, daß es sein Wasser Richtung Aralsee schickt

Es ist auch eine Änderung der großräumigen Wetterlage zu erwarten: Wenn etwa die Wüste Gobi zu Grünland wird, dann verdunstet dort Wasser und es wird wieder Niederschläge in dieser Region geben. Der Kreislauf der Natur.

Und dort, wo jetzt Brennesseln und Diesteln als Nahrung für Esel wachsen, werden dann grüne Wiesen mit Salat und leckerem Gemüse sein, und Wälder emporwachsen (was allerdings 30 Jahre lang dauert)

Nomaden werden dann Gelegenheit haben, statt auf Eseln zu reiten, auf den Feldern zu arbeiten
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RE: Der Große Stalinsche Plan zur Umgestaltung der Natur - von Sinai - 16-10-2019, 20:54

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