25-12-2019, 20:37
(25-12-2019, 12:59)Holmes schrieb: Ich glaube als starker Naturalist hält man die Idee von einem Gott prinzipiell für unsinnig, sowie alles was nicht empirisch beobachtet werden kann, deswegen gibt es auch keine 'Konkurrenz'."deswegen" versucht etwas zu begründen, was gar nicht auseinander folgt. Weltanschaulich konkurrierende Vorstellungen bewegen sich ausnahmslos auf ihrer eigenen Ebene - im schlimmsten Fall ohne jede Kontrolle. Im Gegensatz dazu werden Zusammenhänge in der Natur in einer Form beschrieben, die kontrolliert, nachgeprüft werden kann. Das ist der einzige Grund dafür, dass irgendwelche (gesellschaftlich-sozial bedingten) Vorstellungen keine Konkurrenz zu nachprüfbaren Zusammenhangsbeschreibungen darstellen.
(25-12-2019, 12:59)Holmes schrieb: Für einen Naturalisten gibt es auch keine verschiedenen Ebenen, sondern nur Empirie und Unsinn, also ganz nach dem Modell von Hume.Das stimmt natürlich so auch nicht! Es kann sozial ganz nützlich sein, sich klare Regeln zu geben. Sie sollen halt gelten, um die Gesellschaft zusammen zu halten und eine Vielzahl von Konflikten von vorneherein zu unterbinden. Es ist eine Frage der Ökonomie, diese Regeln zu beherzigen, ohne jedesmal in tiefsinnige, lange andauernde Überlegungen einzusteigen.
Diese Grundsatzüberlegungen stellen sich nicht, wenn Gott diese Regeln vorgibt. Also ist Gott (oder sind die Götter) Regelmacher. Und deshalb halte ich die (mythologischen) Vorstellungen "Gott" für etwas Menschengemachtes, das nur in die Ebene jenseits der Natur verschoben wurde.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
Ekkard

