23-04-2020, 01:07
(22-04-2020, 22:42)Geobacter schrieb: Dass in den USA Religion und Staat wirklich getrennt sind, ist übrigens ein ziemlich unwahres Gerücht.
Nein, das ist weitgehend tatsaechlich der Fall. Abhaengigkeiten bestehen meist auf persoenlicher Ebene.
Das geht uebrigens bis in so banale Aspekte wie, dass das Laeuten von Kirchenglocken verboten ist. Selbst Sonntage sind dort in der Beziehung still.
Die durchgaengige Verwendung religioeser Terminologie durch Praesidenten ist im Prinzip erst durch Jimmy Carter popularisiert worden.
Katholiken sind in grosser Zahl in die USA eigentlich erst durch spaetere Einwanderungswellen gekommen, wie Iren und Italiener im 19. Jhdt., bei Deutschen halt anteilmaessig, und in den letzten Jahrzehnten hauptsaechlich Lateinamerikanern.
Das aendert natuerlich nichts daran, dass nicht irgendein Praesident aus (unter anderem) religioesem Sendungsbewusstsein einen modernen Kreuzzug ausrufen kann.

