Sehr interessant zu lesen. Beim lesen werden einige Fragen aufgeworfen:
Wie ist das zu verstehen? Was ist hier mit "vollzählig" gemeint ?
Woraus wird das deutlich ?
Klänge interssant, aber allein der Umstand, dass neben dem Stamm Juda auch einzelne von den Angehörigen Benjamins, Efraims und Manasses etc in Jerusalem wohnten, besagt noch gar nichts
Die vielen teuren Versuche, die verlorenen Stämme zu suchen, die nicht nur extrem teuer waren (man mußte Karawanen ausrüsten, Kamele kaufen, bewaffnete Reiter zahlen) sondern auch hochgefährlich (man konnte weit außerhalb der Zivilisation von unbekannten Räuberstämmen überfallen und versklavt werden) wurden von gelehrten Juden organisiert; diese hatten die Schrift wohl genau gelesen . . .
(17-08-2020, 01:53)Ulan schrieb: Das relevante Kapitel hier ist 2. Chronik 30 (alles Einheitsuebersetzung):
"5 . . . denn man hatte es bisher nicht vollzählig so gehalten, wie es vorgeschrieben war."
Wie ist das zu verstehen? Was ist hier mit "vollzählig" gemeint ?
(17-08-2020, 01:53)Ulan schrieb: . . . Dies war nach der assyrischen Deportation, wie beim Lesen des ganzen Kapitels deutlich wird.
Woraus wird das deutlich ?
(17-08-2020, 01:53)Ulan schrieb: Interessant ist in dem Zusammenhang auch die Liste in 1. Chronik 9, die die Bewohner Jerusalems nach der Rueckkehr aus der babylonischen Gefangenschaft (also zur Perserzeit) auflistet, und da werden die Staemme Juda, das in Juda absorbierte Simeon, Benjamin, Levi, Ephraim und Manasse genannt.
" 3 In Jerusalem wohnten von den Angehörigen Judas, Benjamins, Efraims und Manasses folgende:..." etc.
Auch hier ist also klar ersichtlich, dass die "verlorenen Staemme" auch in persischer Zeit noch Teil der Jerusalemer Bevoelkerung bildeten.
Die Fiktion, die Staemme des Nordreichs waeren ausgeloescht worden, stammt aus den Koenige-Buechern.
Klänge interssant, aber allein der Umstand, dass neben dem Stamm Juda auch einzelne von den Angehörigen Benjamins, Efraims und Manasses etc in Jerusalem wohnten, besagt noch gar nichts
Die vielen teuren Versuche, die verlorenen Stämme zu suchen, die nicht nur extrem teuer waren (man mußte Karawanen ausrüsten, Kamele kaufen, bewaffnete Reiter zahlen) sondern auch hochgefährlich (man konnte weit außerhalb der Zivilisation von unbekannten Räuberstämmen überfallen und versklavt werden) wurden von gelehrten Juden organisiert; diese hatten die Schrift wohl genau gelesen . . .

