(06-06-2021, 12:11)Gundi schrieb:(06-06-2021, 12:03)Ekkard schrieb: Du spielst auf religiöse Mythen an? Man wundert sich tatsächlich über diese Ernstnehmen, obwohl ihre Erzählung ganz etwas anderes, nämlich Gemeinschaftbildendes soll(t)en.
Wer legt fest, was religiöse Mythen für uns Menschen bedeuten sollen?
Wir streben ständig nach einem bestmöglichen emotionalen Gleichgewicht. (Innerer Schweinehund = der Gott der nichts lieber tut, als anderen inneren Schweinehunden seine/jene sozialen Regeln zu diktieren, die er bevorzugt.. und nach denen er behandelt/verwöhnt werden möchte...)
Die Welt muss überschaubar sein (eine Ordnung haben), damit sich dieses emotionale Gleichgewicht entfalten kann.
Religiöse, wie auch alle anderen Mythen auch, erklären uns die Welt in einfachen Gut- zu Böse-Verhältnissen. Inwieweit sie dann für den einzelnen Menschen von Bedeutung sind, hängt davon ab, wie seine kulturellen Beziehungsnetzwerke gestrickt sind, welche für das Erleben seiner eigenen Empfindungen, bei diesem Streben nach emotionaler Ausgeglichenheit, einzig und allein nur für ihn selbst von Wichtigkeit sind.
In solchen Beziehungs-Netzwerken entwickeln sich aus Mythen eigenlebendige Gottheiten (Schwarmdynamik), welche die in diesen Beziehungnetzwerken als gut geltenden Tugenden segnet (Wohlwollen) und die nicht so guten verachtet (Bestrafung).
Also sprach der Herr: "Seid furchtbar und vermehret euch".........

