(10-01-2022, 21:04)Reklov schrieb: ... wenn z.B. eine Villa (wie die meines Urgroßvaters in Berlin Dahlem) verkauft, dann von einer Baufirma abgerissen wurde, um dort gleich 2 Objekte auf dem großen Grundstück hinzustellen, so ist es "wahr" dass die alte Villa zerstört ist, auch wenn dort heute 2 neue Häuser (Bungalows) stehen.
Auch das verstehe ich unter "Wahrheit".
Merke, die Prophezeiung war, dass hier niemals wieder eine Stadt stehen wuerde (Hes27):
"36 Zu einem Bild des Schreckens bist du geworden, / du bist für immer dahin."
Apologeten schneiden die unangenehmen Teile (den Anfang, der klar macht, um welchen Zeitrahmen es ging, und das Ende, das klar macht, dass es um eine Zerstoerung fuer alle Zeiten geht) gerne ab.
In dem Krieg, ueber den die Prophezeiung ging, wurde Tyros nicht mal angekratzt. Und Du erwartest, dass in einer Stadt, die seit ihrem Entstehen (angeblich seit 2700 v.Chr.) durchgaengig bewohnt ist, die Leute in den Haeusern von damals wohnen? Geht's noch?
Ist eher ein Wunder, dass da ueberhaupt noch etwas steht, da das Gebiet etwa zweimal pro Jahrtausend von grossen Erdbeben heimgesucht wird und die Kueste der Levante insgesamt abgerutscht ist (auch in Israel).
Aber hier sieht man mal wieder: Prophezeiungen werden so zurechtgebogen, dass ihr Kontext ignoriert wird und sich die Glaeubigen einbilden duerfen, der Text haette irgendeine sinnreiche Aussage gemacht. Wenn die Aussage, so wie Du das auslegst, einfach ist, dass nichts ewig ist - Du auch nicht - so ist sie so banal wie richtig. Nur, was hat das dann noch mit Prophezeiung zu tun? Das ist schlicht eine Binsenweisheit.

