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Krebs
#7
(19-01-2022, 08:57)petronius schrieb: ich wüßte jetzt nicht, warum glyphosatresistente soja dazu führen sollte, daß ausgerechnet weniger glyphosat gespritzt wird

Ich sprach von Pestiziden, nicht Glyphosat. Ist ja nicht so, dass das das einzige Mittel ist, was gespritzt wird.

(19-01-2022, 08:57)petronius schrieb: in unseren breiten gilt eigentlich das vorsorgeprinzip. die schädlichkeit des rauchens war ja laut tabakkonzernen auch nicht "wirklich nachgewiesen"

Aber in unabhaengigen Studien wurde die Schaedlichkeit des Rauchens nachgewiesen. Fuer Glyphosat steht dieser Nachweis immer noch aus, bzw., die Studien verlaufen fast durchweg negativ. Die Studien, bei denen karzinogene Effekte gesehen wurden, benutzten glyphosathaltige Formulierungen, oft ohne zu nennen, welche denn nun genau. Dass z.B. die in einigen dieser Herbizide benutzten Netzmittel gesundheitsschaedlich sind, ist sowieso bekannt.

(19-01-2022, 08:57)petronius schrieb: darüberhinaus ist es halt auch nur begrenzt sinnvoll, reines glyphosat auf schädlichkeit zu untersuchen, wenn es doch in einem cocktail von hilfsstoffen (netzmitteln usw.) ausgebracht werden muß, dessen gesamttoxizität, also auch wechselwirkungen der einzelnen wirkstoffe miteinander, gar nicht untersucht wird

Ja sicher, und das ist sicherlich ein Problem. Ich habe das Gefuehl, die ganze Glyphosat-Diskussion pinkelt den falschen Baum an, und man sollte mehr Energie auf die eigentliche Ursachenforschung verwenden.

(19-01-2022, 08:57)petronius schrieb: gezielte epidemiologische studien an z.b. argentinischen landarbeitern, die regelmäßig mit agrargiften eingenebelt werden, werden ja interessanterweise nicht durchgeführt, obwohl es durchaus entsprechende daten gibt (nur halt nicht von offizieller seite systematisch erhoben), die auf ein deutlich erhöhtes risiko für z.b. krebs oder fruchtschäden im mutterleib hindeuten

Hier kommen wir aber jetzt in einen ganz anderen Themenkreis, naemlich den des sachgemaessen Umgangs mit Agrargiften. Dass da in vielen Laendern schlicht keinerlei Sicherheitsstandards eingehalten werden, ist klar. Das ist jetzt aber kein Problem, das spezifisch fuer glyphosathaltige Mittel waere. Und wie immer sind solch phaenomenologische Beobachtungen bestenfalls der Ausgangspunkt dafuer, die Ursache zu finden.

(19-01-2022, 08:57)petronius schrieb:
Zitat:Die Folgen fuer die Umwelt sind ja gerade bei uns - wo keine Gentechnik eingesetzt wird - besonders gravierend
inwiefern?
schon mal einen sojaacker in a mit einem in usa verglichen?

Die komplett ausgeraeumte Landschaft z.B im Mittelwesten war auch schon vor dem Einsatz von Gentechnik in der Landwirtschaft ein Problem. Trotzdem tun wir anscheinend hier in Europa irgendetwas, das so gut wie alle Insekten umbringt - von wenigen Profiteuren mal abgesehen (wobei ich den Herbizid-Einsatz als Ursache durchaus fuer vorstellbar halte). Aber das hat jetzt mit dem Thema Krebs tatsaechlich gar nichts mehr zu tun.

(19-01-2022, 08:57)petronius schrieb:
Zitat:Wie auch immer, mein Hauptproblem war, dass man so quasi den gesamten Agrarsektor von einer einzigen Firma abhaengig macht

das verstehe ich jetzt nicht so recht

Das war eine Bemerkung zur Gentechnik, nicht zu Herbiziden oder Pestiziden. Von Saatgut bis zu den eingesetzten Mittelchen war praktisch alles in der Hand von Monsanto in grossen Teilen der USA.
Aber vielleicht verlassen wir diesen Seitenaspekt in diesem Thread (und diskutieren eventuell woanders weiter, wobei ich aber das Gefuehl habe, dass das schon mal irgendwann in einem anderen Thread ausfuehrlich thematisiert wurde).

Weniger Gifte durch die Landwirtschaft in die Umwelt freizusetzen ist sowieso ein erstrebenswertes Ziel. Ich nehme mal an, das in diesem uebergeordneten Punkt Einigkeit herrscht.

(19-01-2022, 08:57)petronius schrieb: aber schon klar, gerade therapeutika gegen krebs (sehr oft monoklonale antikörper) werden zu einem gutteil über gmo hergestellt, und dagegen sollte eigentlich keiner was haben können. zumal ja gmo in pharmaanlagen "sicher eingesperrt" sind und nicht in die umwelt gelangen können

Die meisten dieser GMO sind ja auch mit Modifikationen ausgestattet, die in der "freien Wildbahn" einen Selektionsnachteil darstellen, da die Organismen selbst mit dem produzierten Stoff nichts anfangen koennen, was selbst bei einem Unfall keine Verbreitung erwarten laesst.
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Krebs - von Bion - 17-01-2022, 21:35
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