04-05-2022, 15:18
(03-05-2022, 17:48)petronius schrieb: ja wie jetzt?
behauptest du etwa gar nicht einen "schöpfergott" oder soll derselbe ausgerechnet dich nicht "geschöpft haben?t
Hallo petronius,
... deswegen ist die so gedachte Schöpferkraft aber noch lange nicht mein! - Auch mein Sohn ist nicht mein, obwohl ich sein "Erzeuger" bin! Er stellt nämlich eine eigene Persönlichkeit dar!
Zitat:petronius
geil!
reklov hat die weltformel gefunden - naja, was einstein nicht gelungen ist, ist für unser selbsternanntes genie reklov natürlich nur ein klacks
jetzt bitte noch sauber ausführen - das bißchen höhere mathematik kann für dich ja wohl kein problem sein
... ich weiß nicht, was daran "geil" sein sollte. Der so einfache Gedanke, dass alles auf einen "Grund" zurückführt, müsste ja auch von Deinen Gehirnwindungen mehr als leicht nachzuvollziehen sein! (Oder?)
Höhere Mathematik braucht dabei keiner anzuwenden, denn mit ihr kann man nur etwas berechnen, was von unseren Sinnen "ergreifbar und deswegen auch verstehbar" ist.
Zitat:petronius
das ist schon rein vom zeitlichen ablauf her nicht möglich
... ZEIT spielt hier überhaupt keine Rolle! Manche Aussagen können sprachlich eben nicht so leicht entkräftet werden!
Ich hatte ja hier zu einem Versuch aufgefordert, hörte aber nur das Schwigen im Wald.
Zitat:petronius
darum gehts ja nicht - sondern darum, daß er schwachsinn ist!
... nur, weil Du persönlich dafür einen "schwachen Sinn" entwickeln kannst - muss dieser Gedanke es noch lange nicht sein, denn immerhin zielt er auf eine allumfassende Gerechtigkeit. Diese darf nicht als Strafe, sondern vornehmlich als "Ausgleich" verstanden werden.
Einfaches Beispiel: Betrügst Du jemanden um 10.000 EUR, kommt Dir eine ähnlich hohe Rechnung "ins Haus geflattert", wobei hier nicht nur an Geldausgleich gedacht werden darf, sondern an einen ähnlich hohen "Wertverlust".
Zitat:petronius
natürlich nicht. du erzählst ja immer nur von der schlechtigkeit der welt, weil du sie so unheimlich gut findest - nicht wahr?
... keinesfalls kann Schlechtes "gut" sein! In vielen Fällen erfüllt sie aber einen zumindest deutbaren Zweck.
Keiner von uns würde ja behaupten wollen, dass z.B. ein Auto, welches aus der Kurve getragen wird und mitsamt dem Fahrer in eine Schlucht stürzt, etwas Gutes darstellt. Wenn aber bekannt wird, dass der dabei Umgekommene ein gesuchter mehrfacher Mörder war, ändern sich Gedanken und Meinungen zu solch einem Unfall recht schnell.
(Goethe versuchte in seinem FAUST die Schicksalhaftigkeit unseres Daseins poetisch einzubinden: >> Ich bin ein Teil von jener Kraft, Die stets das Böse will und stets das Gute schafft ...<<)
Zitat:petronius
erstens vergibst du hier ganz sicher keine redeerlaubnis. und zweitens sollten sich auch eventuell mitdiskutierende geisteswissenschaftler ans forenthema halten - und das ist nun mal naturwissenschaft
... Du tust ja so, als ob Naturwissenschaften von "geistiger Arbeit" abgetrennt sind!
Zitat:petronius
welch wunderbarer schwurbelsatz mal wieder!
soll er auch konkret irgendwas bedeuten?
Einfach gesagt: den Naturwissenschaften bleibt nur die Erforschung der sog. "materiellen Welt".
>> Zum Beispiel kann kann die Erforschung der Natur methodisch auf die immer gleichen Gesetze, auf die immer gleichen Kräfte, das Allgemeine ihres Seins gehen - oder sie kann methodisch gerade die einmalige geschehene Realität ins Auge fassen, wie z.B. das "Sogewordensein" des Kosmos, die Folge der Zeitalter in der Naturgeschichte des Lebens.
Es ist etwas völlig Anderes, ob ein Wissenschaftler die chem. Eigenschaften des Schwefels erforscht (seine Stellung im periodischen System der Elemente, seine Verbindungen) oder ob er sein Augenmerk darauf richtet, wo der Schwefel auf der Erde vorkommt, sich z.B. in Massen in Sizilien findet.
Der letztere Tatbestand ist mit den Mitteln der ERKENNTNIS auf dem ersten Wege nicht zu begreifen.
So ergeben sich 2 Grundaspekte. In der Geologie etwa die Forschung, welche voraussetzt, dass jederzeit die gleichen Bedingungen waren, dass alles, was geschehen ist, zu begreifen sei aus den Kräften und Gesetzen, die auch heute am Wirken sind; und die Forschung, welche diese Voraussetzungen nicht für absolut gültig hält, sondern nach dem einmaligen in der Zeitfolge sucht, eine wirkliche Geschichte der Natur, der Erde, des Lebens ins Auge fasst.
Beide Forschungsrichtungen können nicht zu einem einzigen Ganzen zusammenfallen. Der generalisierende Naturforscher wird die historische Betrachtung, sofern sie etwas anderes meint als bloße Anwendung der allgemeinen Erkenntnisse, für Phantastik halten oder für eine Feststellung von Gleichgültigkeiten.
Der historische Naturforscher wird in der generalisierenden Erkenntnis etwas Einseitiges, Oberflächliches, Vorläufiges erblicken.
Beiden zeigen sich Aspekte im Objektivwerden des Umgreifenden des Weltseins - keinem zeigt sich die Welt im Ganzen.<<
(Auszug aus "VON DER WAHRHEIT", Karl Jaspers)
Gruß von Reklov

