22-05-2022, 16:24
(21-05-2022, 18:56)petronius schrieb:(21-05-2022, 15:32)Reklov schrieb: Deine Frage zum 5%-Wissen über unser Gehirn beantwortet Dir der Biochemiker Prof. Thomas Südhof
wie dürfen also wieder mal davon ausgehen, daß du nicht verstanden hast, was du uns hier vorsetzt. denn sonst könntst du es ja in eigenen woten erklären
also können wir deine aussage über die 5% getrost in die tonne treten
Zitat:Wie Du siehst, bleibt menschliches Wissen über die WELT immer eine "leere Richtigkeit", da uns nun mal der Gesamtüberblick über Raum und Zeit fehlt!
non sequitur
Hallo petronius,
... in eigenen Worten zum Thema "Gehirn" zu schreiben brächte mir nur den Vorwurf ein, ich sei ja kein Fachmann!
Deswegen ist es besser, hierzu renommierte Experten zu Wort kommen zu lassen.
Dies sollte man aber auch machen, wenn es um einen guten Beitrag zu handwerklich richtig ausgeführten Arbeiten geht! Tipps von Profis sind nun mal zu beachten... will man keine Fehler machen.
(Non sequitur (lat. für „es folgt nicht“) ist ein Fehlschluss innerhalb der Argumentation eines Beweises, der darauf basiert, dass die gefolgerte These nicht aus den zugrundeliegenden Prämissen abgeleitet werden kann.)
Nur - was für Beweise kann denn jemand hervorbringen, außer denen, welche über die Naturwissenschaften auf den Tisch gelegt werden konnten? Diese umfassen jedoch nicht das GANZE, können die Bodenlosigkeit des Weltseins nicht ergründen! Es bleiben also nur gegenständliche Einteilungen erkennbarer Objekte als Mittel zur "Weltorientierung".
>> Es besteht jedoch ein radikaler Unterschied (im Sinn der Einteilungen), ob das für uns zum Weltseingewordene (die Welt, Dasein, Geist) eingeteilt oder das durch Gedanken erhellte, uns Umgreifende in sich unterschieden wird.
Dort handelt es sich um gegenständliche Unterscheidungen erkennbarer Objekte, hier um ungegenständliches Innewerden unterscheidbarer Räume des uns Umgreifenden.
Zwischen beiden Einteilungsweisen ist zwar ein großer Sprung, aber auch eine ständige BEZIEHUNG.
Unstimmigkeiten und Grenzen sind eine Art Medium für die Klärung dieser Unterschiedlichkeiten.
Beide Einteilungsweisen koinzidieren jedoch nicht, denn allein schon der Sprung zwischen Leben und Bewusstsein z.B. besteht für die Erforschung des Objekts, liegt aber nicht im SEIN und DASEIN. Das uns UMGREIFENDE entzeht sich der gegenständlich klar unterscheidenden Einteilung.
Was wir Menschen als Weltsein einteilen können, ist nur ein reduziertes Dasein, das wir allerdings wiederum mit Sprache und Kunst "durchdringen" können.
Der von den Naturwissenschaften korrekt eingeteilte "Vordergrund" wird von einem gegenständlich nicht zu fassenden "Hintergrund" umrahmt. Zum vollen Bewusstsein kam das in der transzendentalen Methode Kants.
Mit Absicht erhellte er zum ersten Mal, dasjenige, was uns "umgreift", was unser Dasein ausmacht.
Er traf es in den "Grundvermögen des menschlichen Gemüts", im Denken und Anschauen - in den vernünftigen Ideen, im Handeln auf Grund des selbsbegriffenen Gesetzes, in dem Zusammenspiel der Vermögen beim Schauen des Schönen.
Bei Kant handelte es sich keineswegs um Einteilung der Kulturgebiete von Wissenschaft, Sittlichkeit, Kunst, Religion, sondern um das Umgreifende, dass durchgeklärt sein muss, wenn jene objektiven Vordergrundsgebilde sinnvoll gedeutet werden sollen. << (Karl Japers - "Von der Wahrhreit")
Gruß von Reklov

