15-06-2022, 14:03
(15-06-2022, 11:37)Rosenzweig schrieb: Habe ich so nicht bei ihm entdecken können. Eine absolute Gewissheit hat einen entsprechend hohen Anspruch, ob dieser erreichbar ist oder ob nicht, muss ich offen lassen. Was man aber jederzeit haben kann, ist das Streben nach jenem Wissen.
Das Absolute ist ja sozusagen definiert darueber, dass es ein unerreichbares Ideal ist; man kann ihm bestenfalls nahe kommen.
Reklov sieht aber alles andere als das Absolute als wertlos an. Dass er das anders von sich beschreiben wuerde, ist klar. Allerdings ist diese Diskrepanz, was Selbstdarstellung und Sachaussagen angeht, bei ihm immer weit offen.
(15-06-2022, 11:37)Rosenzweig schrieb: Wenn man sagt:
(18-05-2022, 16:00)Reklov schrieb: Was kann unser Gehirn uns vermitteln?
Dann steckt darin ja schon eine Antwort, denn sie offenbart: Ich bin nicht mein Gehirn.
Mal abgesehen davon, dass keine Offenbarung in dem Satz steckt, sondern eine Sachaussage, ist der Satz banal. Natuerlich bist Du nicht Dein Gehirn; der ganze Rest Deines Koerpers gehoert auch noch dazu, und all die Dinge und Ueberzeugungen, ueber die Du Dich definierst, wohl auch. Trotzdem ist wird Dein "Ich" nur durch Dein Gehirn erzeugt. Was aber jetzt eine ganz andere Aussage ist.
Solche Bonmots klingen immer gut, bis man mal darueber nachdenkt.

