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Feinabstimmung der Naturkonstanten
#63
(26-08-2022, 15:43)Reklov schrieb: was ihr als Wissenschaftler denkt, kann ein Leser nur aus den entsprechenden "Fachberichten" ziehen. Einige weltbekannte Wissenschaftler hinterlassen sogar ihre Ansichten über den "Gottesbegriff" mittels entsprechender Zitate...

Was Wissenschaftler "privat" denken, soll und darf ungenannt bleiben, ist auch hier nicht von Interesse.
Ach? Und was soll dann der Bezug auf das Werner Heisenberg zugeschriebene Bonmot: „Der erste Schluck aus dem Becher der Naturwissenschaft macht atheistisch, aber auf dem Grunde des Bechers wartet Gott!"?

(26-08-2022, 15:43)Reklov schrieb: Über das Problem des menschlichen Erkennens, wie es uns unser Gehirn nur auf seine spezielle Weise ermöglicht, sagen ja Neurologen schon tiefer gehende Dinge, als dass man Wirklichkeit und Realität nun einfach gleichsetzen könnte.
Wo bitte ist der Unterschied, außer dass der zweite Begriff die lateinische Form desselben Sachverhalts ist. Vermutlich meinst du unser menschliches Problem, dass alle Erkenntnis auf einem subjektiven Weltmodell in unserem Hirn beruht. Deswegen müssen wir ständig prüfen, ob unser Modell auch jeweils zutrifft.
Auf der Ebene der Sachwissenschaften werden deshalb alle Erkenntnisse als vorläufig betrachtet. Stets wird nach Fakten gesucht, welche eine Modellvorstellung zu Fall bringen.
Leider trifft man bei philosophischen, gar religiösen Gedankengebäuden häufig auf eine „absolute Vorstellung“. Das ist leider ein durchaus gesellschaftliches Problem. Denn damit entfällt jener Anteil an Menschen, auf die die Aussage nicht zutrifft. Absolute Ansichten erzeugen Gewinner, wichtiger aber noch: Verlierer.
Die Sachwissenschaften bzw. deren Wissenschaftstheorie ist damit auf erfrischende Weise bescheidener.

An ‚Geobacter‘:
(26-08-2022, 15:43)Reklov schrieb: Du z.B. lieferst hier lediglich wissenschaftliche Richtigkeiten ab, die jeder überall nachschlagen kann. Ist aber nun mal Dein subjektiver Geschmack, ein Gespräch über Religion und Gott auf diese völlig unbrauchbare Weise anzugehen.
Das sind Bemerkungen, die in der Tat von wenig Bescheidenheit zeugen. Ich denke sogar, dass du selbst ein Gespräch über Religion und Gott auf völlig unbrauchbare Weise angehst. Dir kommt gar nicht in den Sinn, dass die Annahme einer Gottheit (oder einer entsprechenden Chiffre) unzutreffend sein könnte. Auch könnte das Denken vollkommen gottfrei funktionieren – alles eine Frage des soziologischen Umfeldes bzw. der Gewöhnung.
(26-08-2022, 15:43)Reklov schrieb: "Leere Richtigkeiten" haben durchaus "Gültigkeitsanspruch", nur können sie die materiell erscheinende Welt nicht deuten, auch wenn sie (als Produkt unseres Gehirns) nachprüfbare und "richtige" Ergebnisse auf den Tisch legen können.
Da hast du völlig Recht! Deutung und Bedeutungen haben soziologischen Charakter, sind also Ausfluss des Denkens über unser Zusammenleben. Aber wie du selbst an anderer Stelle schreibst, wurden und werden die Gottesvorstellungen so nachhaltig missbraucht, dass ein Ansatz ohne Gott zumindest als angenehmer erscheint vielleicht sogar als einzig akzeptabel.
(26-08-2022, 15:43)Reklov schrieb: Es gibt auch keine "höhere Wahrheit". Es gibt nur unzureichende Annäherungen an die WAHRHEIT oder eine Erhellungen des Begriffes.
Wenn es denn keine „höhere Wahrheit“ gibt, Warum bestehst du auf einer Annäherung an dieselbe? Das ist doch sinnlos! Dir ist nicht einmal selbst klar, was du da schreibst:
(26-08-2022, 15:43)Reklov schrieb: Solches endet nun mal nicht an den Grenzen, welche die Experten im Materiellen zu erkennen in der Lage sind . Ob man dies dann als eine Art Wissenschaftsglaube bezeichnen soll, bleibt als Frage offen?
???

(26-08-2022, 15:43)Reklov schrieb: ... bringt man hier zum Gottesthema z.B. verständliche sprachliche Logik an, wird diese lediglich als Zirkelschluss in die Ecke gestellt. Wenn ich jedoch die Begrenztheit, welche allen menschlichen Gehirnen eigen ist, anspreche und mich dabei auf renommierte Neurologen (wie z.B. Prof. Dr. G. Roth) berufe, ist man düpiert und stellt sich taub!
Das Denken von Menschen mit wissenschaftstheoretischem Hintergrund funktioniert wesentlich bescheidener als dein durchscheinender Anspruch! Du erkennst im Grunde die von dir beschriebene Begrenztheit aller menschlichen Gehirne gar nicht an.  Du lässt da eine Hintertür offen, die eine Annäherung an das Absolute,  an die Gottheit ermöglicht. Würdest du die Begrenztheit der menschlichen Gehirne als wirklich anerkennen, müsstest du diese Hintertür schleunigst zuschlagen, was dir sichtlich missfällt. Bei der „Begrenztheit der menschlichen Gehirne“ handelt es sich um das in unseren Kopf gebildete Weltmodell, über das wir nicht hinaus können.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard


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