(27-02-2023, 00:20)Ekkard schrieb: (Es wird nicht einmal klar, worin die "Leere" bestehen soll?)Es wird die falsche Frage an die Wissenschaft gestellt und sich dann gewundert, warum diese Frage nicht beantwortet wurde, was dann anscheinend in Reklov und dem fuer die Begriffsschoepfung verantwortlichen Philosophen ein Gefuehl der Leere verursacht.
Vielleicht sollten sie einfach bessere Fragen stellen und sich nicht im "grossen Geheimnis der Nichtbeantwortbarkeit" suhlen, weil letzteres anscheinend Schauer wohliger Erhabenheit verursacht.
Es geht also um persoenliche Gefuehle, um das Beduerfnis, das eigene Ich zu bebauchpinseln. Diesen Schluesselsatz hier hast Du ja auch erkannt:
Reklov schrieb:Wo aber bleibt hier die Freiheit Gottes, eine für den Menschen so grandiose Tat der Schöpfung zu beschließen?Die Tat war also fuer den Menschen grandios. So ausgedrueckt, ist die Aussage natuerlich sinnlos, wie Du schon angemerkt hast; wir reden hier schliesslich ueber eine schlichte Notwendigkeit, nicht unbedingt eines bewussten Schoepfungsakts (das ist Willkuer Reklovs oder des Philosophen), sondern der einfachen Existenz des Universums. Wo kommt aber das "Grandiose" her?
Das "Grandiose" ist natuerlich der Mensch selbst, und gemeint ist natuerlich ganz besonders das eigene "Ich". Es gibt nichts Grandioseres als dieses Ich, und so ein grandioses Ich muss natuerlich auch eine grandiose Ursache mit einem grandiosen Sinn dahinter haben, sonst waere das Ganze ja nur halb so grandios. Ein typisch menschlicher, gedanklicher Fehlschluss also.

