(07-04-2024, 22:12)Sinai schrieb:(07-04-2024, 20:01)Geobacter schrieb: Waffen sind Werkzeuge und Werkzeuge sind Waffen. Effiziente Werkzeuge, mit denen die Menschheit sich im Laufe ihrer Entwicklungsgeschichte an die Spitze der Nahrungskette brachte. Ohne die Entwicklung solch effizienter Werkzeuge, wäre die Beschaffung von Nahrung ziemlich schwierig und gefährlich.
Das stimmt doch gar nicht. Zur Brandrodung des deutschen Urwaldes und dann Aussaat von Getreide brauchten die Menschen keine Waffen, sondern Feuersteine und Pflüge und Pferde. Und dann Handmühlen und Backöfen. Auch zur Fleischgewinnung brauchten sie keine Waffen (Rehfleisch ist dürr und zäh) sondern viel Holz zum Einzäunen der Weiden, und Ställe für die Schweine
Nein, da hat Geobacter vollkommen recht. Die Menschwerdung passierte vor der neolithischen Agrarrevolution. Homo sapiens war fuer die allermeiste Zeit seiner Entwicklung Jaeger und Sammler, und dabei vor allem ersteres. Pferde oder Schweine wurden erst sehr spaet domestiziert, aber Pferde wurden davor fuer viele Jahrtausende wegen ihres Fleischs gejagt. Das erste domestizierte Haustier ist, mit weitem zeitlichen Abstand zu allen anderen, der Hund. Die menschlichen Jagdtrupps hatten wohl immer mit Wolfsrudeln zu tun, erst als Konkurrenz, und dann in Arbeitsteilung. Einen der aeltesten menschlichen Jagdtrupps, die gefunden wurde und ueblicherweise unserer Art, also H. sapiens, zugeschrieben wird, wurde in Marokko gefunden und ist 300.000 Jahre alt. Dort wurden, wie auch im westlichen Europa ueblich, hauptsaechlich Gazellen gejagt (in Osteuropa hauptsaechlich Pferde). Und natuerlich hat der Mensch auch fast alle Grosssaeuger bis zum Aussterben gejagt.

