Binanentheoretiker schrieb:Ist ein scheitern ein Kriterium dafür, dass sowas nicht etabliert werden kann? Jesus Christus starb ebenfalls.Diesen Gedanken finde ich äußerst treffend.
Wer sich das Ziel und Ende seiner Jesus-Nachfolge konkret und endgültig vorstellt, wird immer schief liegen. "Sein Reich" ist wohl wirklich nicht von dieser Welt.
Entscheidend ist wohl der Prozess, nicht der Endzustand.
Wenn wir unseren Nächsten lieben wie uns selbst, wird nicht automatisch die Erde zum Himmel, sondern wir, die Akteure, verändern uns. Wir werden frei vom Egoismus der Selbstpflege und nehmen die Blickrichtung Jesu ein.
Dass daraus am Ende
eine "neue Welt" mit anders gearteten Menschen entsteht, kann man sich natürlich modellhaft vorstellen. Aber es scheint dann wie mit dem Gottesbild auch zu sein: Es ist immer menschlich, mit den Augen von heute gesehen und damit irgendwo falsch.
Folglich ist hier wieder
die Offenheit der Jahwe- und Jesus-Fans gefordert: Gott will sein, der er ist. Warten wir´s ab, wie das aussieht. In Köln sagen wir: Loss kumme, wat kütt! Ändern wir uns erst einmal selbst, dann wird unsere Welt anders.
Es scheint wie mit der bekannten Schuh-Geschichte zu sein:
Wem die Welt zu hart ist, der kann sie mit Teppichen auslegen oder sich weiche Schuhe anziehen.
"Tradition ist die Weitergabe des Feuers, nicht die Anbetung der Asche!" (Gustav Mahler nach Thomas Morus)


