24-05-2007, 18:25
Ekkard schrieb:Es ist wie immer im Leben, es gibt die Fanatiker, die Gewalthanseln und die Grausamen bei allen ...isten. Noch schlimmer: Sie werden von gewissen gesellschaftlichen Eliten benutzt, um "hehre Ziele" (z.B. Kampf gegen den Terror*)) durchzusetzen. Und genau diese "hehren Ziele" werden derzeit im Irak, im Libanon, in Afganistan, den USA und anderen Gegenden der Welt durchdekliniert - bis zum Erbrechen. Wir befinden uns mitten in einer kriegerischen Phase, in der es um die Nutzung des jeweiligen Fanatisierungspotenzials geht.
Das was du da schreibst, entspricht den gesellschaftlichen tatsachen, die wir sehen. Es entspricht der tatsache, dass bestimmte Ideologien, die in der gesellschaft Einfluss haben, für machtpolitische Szenarien ge- bzw. missbraucht werden können. Bei der Frage, ob und inwieweit das nun auch christlich motiviert ist, ist definitiv Unterscheidungsvermögen notwendig. Denn wenn man christlich sagt, muss man auch Jesus Christus meinen, und eben dieser hat vor jedweden politischen Aktionismus gewarnt und offen verkündet: Mein reich ist nicht von dieser Welt. Natürlich war jesus ein fanatiker! Darauf versessen, das Königreich seines Vaters zu verkünden, welches ein so ganz anderes gesellschaftliches Ideal formt, wie das was heutzutage mit den gängigen menschlichen bemühungen erreichbar ist.
Was bleibt also übrig: Es ist nicht alles Gold was glänzt, und nicht jeder Christ lebt nach jesu Maßstäben, nur weil er sich so nennt.
Jesus wusste, dass dies so kommen würde, weswegen er auch davor im vorraus entsprechend warnte:
21 Nicht jeder, der zu mir sagt: ‚Herr, Herr‘, wird in das Königreich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist. 22 Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: ‚Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen prophezeit und in deinem Namen Dämọnen ausgetrieben und in deinem Namen viele Machttaten vollbracht?‘ 23 Und doch will ich ihnen dann bekennen: Ich habe euch nie gekannt! Weicht von mir, ihr Täter der Gesetzlosigkeit. (Math. 7 : 21-23)
Wer sich also "Christ" nennt, muss eben auch seinen handlungen christliche Motive zugrunde legen. Und in diesem Punkt ist Mandingo zuzustimmen, wenn er sagt, dass sich "Faschist" und "Christ" diametral gegenüber stehen, oder dass wahre Christen niemals Faschisten werden können.
Interessant ist, dass die Gesellschaft gegenüber Fleischprodukten in bezug auf die Frische und Haltbarkeit kritischer eingestellt, als bei Menchen, die von sich behaupten, Christen zu sein. Ist das bei einer Beurteilung dieser Menschen nicht ebenso wichtig?

