26-05-2007, 11:24
johnson schrieb:Aus diesem Grund halten sich wahre Christen auch aus dem politischen Geschehen fern, weil sie wissen, dass sie mit ihrem Engagement ein System unterstützen würden, was einen allgemeinen, schlussendlichen Frieden nicht nur nicht verwirklichen kann, sondern diesem (Vorsatz Gottes) auch offen gegenübertritt.Wie willst du denn Menschen helfen,
die unter staatlichen Verletzungen von Menschenrechten leiden, wenn du nicht gegen diese Verletzungen angehst und damit politisch wirst?
Wie willst du Flüchtlingen in Deutschland helfen,
wenn die Asylgesetze so gestaltet werden, dass praktisch niemand mehr zu uns kommen kann, weil wir von sog. "Drittstaaten" umgeben sind, in denen die Flüchtlinge nicht gefährdet sind?
Du kannst z.B. in Südamerika nichts für die Rechte der hungernden und versklavten Campesinos tun, ohne dich mit den Sklavenhaltern anzulegen, und das wird dann politisch.
Ich stimme Fritz voll zu:
Christen, die sich nicht auch politisch einzumischen bereit sind, können einpacken. Im stillen Kämmerlein lässt sich wenig für Arme und Schwache tun. Denn die sind auch aus "politischen" Gründen arm und schwach.
Einen "schlussendlichen Frieden"
(was immer du auch darunter verstehst) wird es nie auf Erden geben.
Aber das ist doch kein Grund, nicht schon in kleinen Schritten für Gerechtigkeit zu sorgen.
"Tradition ist die Weitergabe des Feuers, nicht die Anbetung der Asche!" (Gustav Mahler nach Thomas Morus)


